AKTUELLES

4. August 2022 | GNA erhält Urkunde

 

Viele Handys gesammelt - Millionen liegen in Schubladen

 

Bis heute sind 2.488 Geräte - in 48 Sammelboxen verpackt - beim Entsorger, der Teqcycle Solution GmbH, eingegangen. Durch sorgfältiges und umweltgerechtes Recycling gewann man unter anderem 22.392 g Kuper, 273,2 g Silber und 62,2 g Gold zurück. Einige der Geräte können nach erfolgreicher Funktionsprüfung sogar weiterverwendet werden.

 

Das gemeinsame Rücknahmesystem für Mobiltelefone von Deutscher Telekom und Teqcycle ist mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet. Der „Blaue Engel“ wird in Deutschland seit 1978 vom Bundesumweltmini-sterium vergeben und ist eine staatliche Kennzeichnung besonders umweltschonender Produkte und Dienstleistungen.

 

„Unser Projektpartner, die Deutsche Telekom, sorgt gemeinsam mit ihrem zertifizierten Entsorgungsbetrieb für hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz.“, berichtet die GNA-Vorsitzende Susanne Hufmann. Genauso sicher muss der Transport zum Entsorger sein, der von der GNA organisiert wird. Aufgrund geänderter Vorschriften sollen nun vor dem Verpacken und Versenden alle Akkus entfernt und gesondert entsorgt werden.

 

Bitte um Unterstützung

„Das ist für uns ein erheblicher Mehraufwand an Arbeit und Zeit. Gerade

bei den modernen Smartphones oder Tablets fehlen uns oft die nötige Technik und das Werkzeug, um alle Akkus aus den Geräten auszubauen. Deshalb heute unsere Bitte: Vor Einwurf Ihres Altgerätes entfernen Sie bitte das Akku. Gerne können Sie dieses mit in die Sammlung geben.

Wir stellen eine ordnungsgemäße Entsorgung sicher. Wenn Sie zusätzlich ganz sicher gehen wollen, entfernen Sie gleichzeitig die SIM- und Speicherkarten und löschen Sie Ihre persönliche Daten.“

 

Zur Unterstützung ihres wichtigen Umweltschutzprojektes bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Stichwort: Handysammlung. Spenden an die gemeinnützige Natur- und Umweltschutzorganisation sind steuerlich absetzbar, Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

 

Sammelstellen

Die Sammelstellen der GNA befinden sich im Rathaus Bad Orb (Frankfurter Straße 2, 63619 Bad Orb), im Bürgerbüro des Rathauses Rodenbach (Buchbergstraße 2, 63517 Rodenbach) und im Alten Pfarrgehöft Nieder-rodenbach (Mühlstraße 11, 63517 Rodenbach). Hier ist auch ein kontak-tloser Einwurf in den Postkasten am Tor möglich.

 

Mehr Informationen: www.gna-aue.de/projekte/handysammlung/.

3. August 2022

 

Auch Vögel und Insekten haben Durst

 

Das Problem: Auch in den kommenden Wochen wird es nicht nennenswert regnen. Die Temperaturen steigen weiter, aber die Landschaft ist jetzt schon ausgetrocknet. Die Tierwelt ächzt unter ausgetrockneten Tümpeln, verlandeten Flutmulden und einem Wassermangel, der nicht nur uns Menschen zu schaffen macht.

 

Um die Hitze abzumildern, verfolgen Vögel recht unterschiedliche

Strategien: Man kennt bei Amseln und Rabenvögeln das Kehlsackhecheln. Sie sitzen mit weit geöffnetem Schnabel da und atmen schnell ein und aus, um über die Lunge Wärme abzugeben. Wer sich in diesen Tagen schon einmal über die Beine eines Weißstorches gewundert hat, die jetzt wie weiß bemalt wirken, ist einer weiteren Strategie gegen die Hitze auf der Spur: Der Storch bespritzt seine Beine mit flüssigem Kot, um Wärme abführen zu können.

 

All das hilft aber nur, wenn die Tiere auch Zugang zu Schatten und sauberem Wasser haben. So genannte Schottergärten sind jetzt Todes-fallen. Durch die Sonneneinstrahlung heizen sich Beton und Steine extrem auf. Manch ein begeisterter Schottergärtner wird seine Entscheidung in diesen Tagen schon bitter bereut haben, denn ein Aufenthalt im „pflege-leichten Areal“ rund ums Haus ist schier unmöglich und die Klimaanlage läuft auf Hochtouren, um das Haus überhaupt bewohnbar zu machen.

Das ist nicht nur schlecht für das eigene Portemonnaie und schlecht für die Ökobilanz, sondern ganz schlecht für das Klima. Außerdem belastet die zusätzliche Hitzestrahlung Nachbargrundstücke und wirkt sich negativ das gesamte Mikroklima in der Straße aus. 

 

Bäume, Sträucher und Hecken kühlen ihre Umgebung dagegen um etwa 2 bis 3 Grad ab und bieten Mensch und Tier Schattenplätze, die jetzt vermehrt auch von Vögeln aufgesucht werden. Das hilft alles aber nichts, wenn nicht auch sauberes Wasser zur Verfügung steht. An dieser Stelle können wir eingreifen und mit Vogeltränken oder Flachwasserbereichen im Gartenteich Abhilfe schaffen. Letztere eignen sich zudem hervorragend für ein kühlendes Vogelbad.

 

Vogeltränken sollten regelmäßig gereinigt werden, um Keiman-reicherungen zu vermeiden, die die Vogelschar krank machen könnte. Dabei ist auf chemische Desinfektionsmittel zu verzichten. Eine Bürste und sauberes Wasser reichen völlig. Wenn die flache Tränke nun noch an einem „katzensicheren“ Ort platziert oder aufgehängt wird, hat man in diesen Tagen schon viel getan.

 

Auch auf Friedhöfen und in öffentlichen Parkanlagen sind jetzt vermehrt Vogeltränken aufgestellt. Oft fehlt den Kommunen aber das Personal, um die Tränken regelmäßig mit Wasser zu versorgen. Hier sind wir wieder gefragt: Einfach mal nachschauen, wenn nötig säubern und wieder auffüllen. So einfach kann Naturschutz sein.

 

Insektentränke selbstgemacht

Für Käfer, Hummeln, Wespen und Bienen eignen sich Blumentopfunter-setzer oder ausrangierte Teller, die, mit Steinen und Moosen als kleine „Sitzwarten“ ausgestattet, sehr schnell von der Insektenwelt angenommen werden. Dass das „kinderleicht“ leicht ist, stellte vor kurzem die Natur-schutzjugend der GNA unter Beweis. Nun zieren etliche Insektentränken den Natur- und Lehrgarten im Alten Pfarrgehöft und auch den ein oder anderen elterlichen Balkon in Rodenbach.

25. Juli 2022

 

In Hasselroth tut sich was – Infotafel errichtet

 

Die GNA erhofft sich durch die Revitalisierung von Feuchtgebieten weit-reichende positive Effekte für die biologische Vielfalt. Genauso wichtig sind der Naturschutzorganisation der Schutz und die Erneuerung des Grundwassers.

 

Die Feuchtwiesen von Niedermittlau sind bis heute kein Naturschutz-gebiet, zählen aber zu einem der letzten hochwertigen Feuchtgebiete im Main-Kinzig-Kreis. Sie liegen mitten im Landschaftsschutzgebiet Auen-verbund Kinzig, das vor über 30 Jahren unter Schutz gestellt wurde.

 

Die durch Grünland geprägte Landschaft entlang der Kinzig ist ein zentraler Lebensraum und letzter Rückzugsort für vom Aussterben bedrohte Wiesen-vögel wie Kiebitz, Bekassine und Wachtelkönig, stark gefährdete Amphibien wie Laubfrosch und Gelbbauchunke, in ihrem Bestand gefährdete Vogel-arten wie Wasserralle und Kuckuck, aber auch für den Biber, der sich zwar stetig ausbreitet, für den die verfügbaren Biotope räumlich aber fast überall stark eingeschränkt sind.

 

Überschwemmungen prägen gerade im Frühjahr die Auen im Kinzigtal, das sich nur so zu einer artenreichen Landschaft entwickeln konnte. Land-wirtschaftlich wird das etwa 22 ha große Feuchtgebiet schon seit langer Zeit als Grünland und neuerdings auch als temporäre Rinderweide genutzt. Außerdem findet hier Jagd statt. Extensivierungsmaßnahmen
sind dringend nötig, um die Natur und das Grundwasser zu schützen. Standweiden und Gülleeintrag sind dabei ein absolutes No-Go.

 

Die von der GNA in Kooperation mit der Gemeinde Hasselroth initiierte und geplante Umgestaltung in ein ökologisch wertvolles Feuchtbiotop erfolgte während einer etwa sechsmonatigen Bauphase, unterbrochen von starken Hochwasserereignissen im Frühjahr 2022.

 

Die Renaturierung startete in einem Abstand von 20 Metern zur Kreisstraße K 903. Damit dieser Abschnitt besser von Amphibien durchwandert werden kann, musste viel Gehölz und noch mehr Müll entfernt werden.

 

Das neue Feuchtbiotop mit seinen flach ausgezogenen Ufern ist 550 Meter lang, zwischen 8 und 12 Metern breit und bietet nicht nur wiesenbrütenden Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine Rastflächen Nahrung, sondern auch viele Rückzugsmöglichkeiten für Rehwild, Kleinsäuger und Co.

 

Eine etwa 4 Meter breite Furt aus Wasserbausteinen ermöglicht Weidevieh, das seit 2020 zur Landschaftspflege eingesetzt wird, landwirtschaftlichen Maschinen und auch der Jägerschaft einen Übergang auf die jeweils andere Seite des Feuchtbiotops. Dies wird dann umso wichtiger, wenn ggfs. weitere geplante Optimierungsmaßnahmen wie beispielsweise ein geschützes Kiebitzrefugium realisiert und die extensive Beweidung ausgeweitet werden.

 

Dass das ein langer Weg sein kann, davon weiss die Vorsitzende der GNA, Susanne Hufmann zu berichten. „Natürlich hängt die Umsetzung generell nicht nur von der Zustimmung kommunaler Gremien, örtlichen Landwirten und Jägern, Naturschutz- und Wasserbehörden und neuerdings auch vom Bauamt des Main-Kinzig-Kreises ab, sondern vor allem von der Finan-zierung. Zum Glück werden derzeit noch investive Maßnahmen wie unsere durch das Land Hessen gefördert und im Rahmen der Gemeinschafts-aufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) durch die Bundesrepublik Deutschland mitfinanziert. Bewilligungsstelle ist das Regierungspräsidium Darmstadt.“

 

Seit letzter Woche informiert eine Schautafel an der Kreisstraße 903 Spaziergänger und Radfahrer*innen über die Feuchtwiesen und ihre Artausstattung, über sämtliche Maßnahmen seit 2004 und gibt einen Ausblick auf Zukünftiges. Die Tafel entstand in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hasselroth.

 

Zur Unterstützung ihrer wichtigen Projekte bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Da die GNA gemeinnützig ist, können Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. 

9. Juni 2022 | Veranstaltungshinweis

 

Die Reise der Störche

 

Das „Röhrig von Rodenbach“ ist ein ganz besonderes Feuchtgebiet. Seinen Ursprung verdankt es der Kinzig. Schon 1959 wurde es wegen seiner großen Bedeutung für die heimische Vogelwelt als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Seit 1976 ist es offiziell Naturschutzgebiet, in dem mehr als 130 Vogelarten vorkommen. Kiebitze, Bekassinen und Zwergschnepfen machen hier Rast. Graureiher schreiten beutesuchend über die feuchten Wiesen. Auch Teich- und Schilfrohrsänger sind wieder zu hören. Seit einigen Sommern machen Graugänse Quartier an den Tümpeln und in den Wiesen an der Kinzig. Und auch der Weißstorch hat das Röhrig längst als Lebensraum wiederentdeckt.

 

Wenn die Weißstörche nach ihrer langen Reise im Frühjahr in die Brut-gebiete an der Kinzig zurückkehren, sind fehlende Nistplätze schon lange nicht mehr das Problem. Viel wichtiger ist es, dem großen Wiesenvogel intakte Lebensräume anzubieten, in dem er genug Nahrung für sich und seinen Nachwuchs findet. Deshalb setzt sich die GNA seit vielen Jahren für den Erhalt der Auen und Feuchtwiesen im gesamten Kinzigtal ein. Der Schutz der Brutgebiete, die Optimierung von Nahrungsbiotopen und die Neuanlage von Tümpeln stehen dabei im Vordergrund der vielfältigen Projektarbeiten der gemeinnützigen Naturschutzorganisation.

 

Am Mittwoch, den 22. Juni beginnt um 18 Uhr unter der Leitung von Günter Könitzer und Susanne Hufmann eine fachkundige Exkursion, während der über Lebensweise, Biologie und das außergewöhnliche Zugverhalten des Weißstorches berichtet wird. Treffpunkt ist der Parkplatz beim Landhof Schmidt in Niederrodenbach (Kinzigstraße 11, 63517 Rodenbach). Bitte Ferngläser mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung ist barrierefrei und dauert etwa 1,5 Stunden. Eine Teilnahmegebühr von 4 € kommt den Artenschutzprojekten der GNA zugute. Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist kostenlos.

 

Faltblatt zum Weißstorch veröffentlicht. Die Geschichte des Weiß-storches in Hessen ist eine Erfolgsgeschichte. Das nahm die GNA zum Anlass, über den vielseitigen Jäger und Langstreckenflieger zu informieren. Das Faltblatt ist kostenlos erhältlich unter 06184 - 99 33 797 oder kann per E-Mail gna.aue@web.de angefragt werden. Wer die Möglichkeit zur Auslage nutzen möchte, erhält eine größere Anzahl von Faltblättern.

 

Paten gesucht. Die GNA sucht Menschen, die als Storchenpaten mit einem monatlichen Beitrag das Artenschutzprojekt Weißstorch - nachhaltig und langfristig - unterstützen möchten. Patenschaftsbeiträge gelten als Spende und sind daher steuerlich absetzbar. Eine Bestätigung über ihre Zuwendungen erhalten Storchenpaten unaufgefordert jeweils am Anfang des darauffolgenden Jahres. Eine Patenschaft kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden.

 

Das GNA Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Rodenbach lautet

IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00, Stichwort Weißstorch.
Zur Ausstellung einer Spendenquittung bitte den vollständigen Name und Anschrift angeben. 

17. Mai 2022 | Artenvielfalt in Erlensee schützen und erhalten

 

Stiftung finanziert Blühstreifen für Insekten

 

Etwa 75 Prozent der globalen Nahrungspflanzen sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. In Deutschland sind das beispielsweise der Raps oder Obst- und Beerenkulturen. Dabei wird häufig vergessen, dass neben der allseits bekannten und geschätzten Honigbiene viele weitere Bienen-arten existieren. Gemeint sind die Wildbienen mit hierzulande rund 595 Arten. „Aufgrund ihrer ungemein wichtigen Bedeutung als Blütenbestäuber und ihrer Rolle als Zeiger für den Zustand unserer Umwelt, treten die Wildbienen endlich aus dem Schatten der Honigbiene in das Bewusstsein der Öffentlichkeit.“, berichtet Susanne Hufmann, Vorstandsmitglied der Stiftung.

 

Bienen gehören zur Insektenordnung der Hautflügler, die durch zwei häutige Flügelpaare charakterisiert ist. Im Gegensatz zur Honigbiene, die in Staaten lebt, bevorzugen Wildbienen meistens eine solitäre Lebensweise; das heißt, sie sind Einzelgänger. Nur Hummeln und einige andere leben in sozialen Verbänden. Während Honigbienen als „Haustier“ des Menschen ausschließlich in der Obhut eines Imkers überleben und daher weltweit noch sehr häufig vorkommen, ist der Großteil ihrer wild lebenden Verwandten extrem stark gefährdet.

 

Die Aktion in Kooperation mit dem Kreisbauernverband des Main-Kinzig-Kreises und der Erlenseer Landwirtin Anke Eyrich geht nun schon in das dritte Jahr. Die Blühfläche in Langendiebach wird jeweils im April neu angelegt. Das Saatgut entspricht den Empfehlungen des Bauernverbandes. Unter den bis zu 15 Pflanzenarten befinden sich überwiegend Kulturarten wie Dill, Fenchel, Koriander, Inkarnatklee, Schwarzkümmel u.v.m.

 

Optisch und farblich werden im August die großen, bunten Blüten der Ringelblume und der Sonnenblume dominieren, aber auch die des „Büschelschöns“, das auch Rainfarn-Phazelie genannt wird. Die einjährige Pflanze blüht von Juni bis Oktober und stellt – auch wenn sie nicht heimisch ist – eine bedeutende Nektar- und Pollenquelle dar. Aufgesucht wird sie von Hummeln, Honig- und Wildbienen, Schmetterlingen und Schweb-fliegen.

 

Zusätzlich erwartet werden seltene Ackerwildkräuter, die auf Feldern nur zusammen mit Nutzpflanzen auftreten. Sie sind eng an die Bearbeitung und den Anbau von Feldfrüchten gebunden. Wenn die Bewirtschaftung eingestellt wird, verschwinden auch sie.

 

Die mit dem Monitoring beschäftigte Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres (GNA) erklärt: „Entweder sind die Samen schon auf der Fläche vorhanden oder sie wandern während der Vegetationsperiode ein. In den letzten beiden Jahren dominierten die Ackermelde, der Schwarze Nachtschatten, der Zurückge-bogene Amarant, Echte Kamille, Knöterich, Mohn, Korn-blume, Kanadischer Katzenschweif sowie verschiedene geruchlose Kamillen und einige Kleearten. Auch wenn wir hier andere seltene, heimische Pflanzenarten vermissen, dürfen wir nicht vergessen, dass Blühstreifen auf ehemaligen Äckern angelegt werden, um die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu fördern. Da die Flächen auch in den kommenden Jahren als Anbaugebiete genutzt werden sollen, muss bei der Auswahl der Pflanzen vorsichtig vorgegangen werden. Nichts wäre schlimmer, als so genannte Ackerunkräuter später zurückdrängen zu müssen.“

 

Die Samen einiger Pflanzen, darunter die der Sonnenblume, verschiedener Distelarten und Doldenblütler sind gerade in den kälteren Monaten für die daheimgebliebene Vogelwelt eine wichtige Nahrungsquelle. Außerdem stehen die trockenen Stängel den gesamten Winter auf der Fläche und bieten wertvolle Überwinterungsmöglichkeiten für Insekten und deren Larven. Zudem sind Blühstreifen Rückzugsorte für Nager und Niederwild.

 

Auch die immerhin 450 m² große Blühfläche soll bis zum Januar des nächsten Jahres bestehen bleiben, wenngleich sie für das menschliche Auge dann kein großer Genuss mehr ist. „Aber darum geht es nicht.“, erläutert Susanne Hufmann. „Viel wichtiger ist der Blühstreifen in der ausgeräumten Kulturlandschaft von Erlensee für die Artenvielfalt, die durch Industriegebiet, Logistikcenter sowie weitere Zufahrtsstraßen ohnehin gewaltig unter Druck geraten ist. Der „Flächenfraß“ auch im Main-Kinzig-Kreis scheint sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Die Natur wird immer weiter zurückgedrängt, die Biodiversität zerstört – und das leider für immer.“

 

Wer die Arbeit der GNA-Stiftung Mensch und Natur mit einer Spende unterstützen möchte, verwende bitte das Spendenkonto mit der IBAN: DE06 5066 3699 0001 0734 00 (BIC: GENODEF1RDB) bei der Raiffeisen-bank Rodenbach. Sowohl Spenden als auch Zustiftungen sind steuerlich absetzbar. Die Stiftung ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszu-stellen. [>>>mehr Informationen]

28. April 2022 | Exkursion ins Feucht- und Moorgebiet

 

Die Biodiversität im Eschenkar entdecken

 

Moorige Flächen, naturnahe Waldtümpel, Quellen, Fieberklee, Torfmoos und Sonnentau – das Feuchtgebiet Eschenkar hat sich zu einem Kleinod im hessischen Spessart entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit der Kur-stadt Bad Orb renaturierte die GNA in den vergangenen Jahren immer wieder diesen für Hessen seltenen Moorstandort. Vor einigen Jahren führte die Stadt eine grundlegende Pflege durch, bei der störende Gehölze ent-fernt wurden. Nun gilt es, gemeinsam weitere Pflege- und Entwicklungs-maßnahmen in Angriff zu nehmen.

 

Ziel der weitreichenden Naturschutzmaßnahmen, wie etwa die Anlage mehrerer Feuchtbiotope und die Rückverlegung des Lämmerbaches, ist die Erhöhung der Artenvielfalt. Die Stillgewässer dienen seltenen und bedrohten Amphibien als Laichplatz. Auch Amphibienarten, für die zurzeit nach der Roten Liste Hessen lediglich eine Vorwarnung besteht, wie für den Grasfrosch oder den Kammmolch, profitieren von dem Projekt. Der Feuersalamander fühlt sich in seinem neuen Lebensraum ebenfalls wohl. Weitere Zielarten sind Libellen, darunter die Blauflügelige Prachtlibelle und die Quergestreifte Quelljungfer. Waldschnepfe und Schwarzstorch, der heute schon Nahrungsgast ist, werden außerdem gefördert. Mit etwas Glück kann man eine der größten heimischen Spinnen, die „Gerandete Jagdspinne“ (Spinne des Jahres 2020) entdecken oder auch der gefährdeten Schlingnatter begegnen.

 

Veranstaltungshinweis

Am Samstag, den 14. Mai können sich Interessierte während der drei-stündigen Exkursion selbst ein Bild vom Eschenkar machen. Geleitet wird die Exkursion von der Biologin Susanne Hufmann und Günter Könitzer. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr der Parkplatz Hartmannsheiligen. Wetter-angepasste Kleidung und geeignetes Schuhwerk werden empfohlen. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro pro Person. Der Erlös kommt ausschließ-lich der Projektarbeit der GNA zugute. Die Teilnahme von Kindern, Jugend-lichen und Vereinsmitgliedern ist kostenlos.

 

9. März 2022

 

Ein Vogelparadies in der Entwicklung

 

Mitten im Main-Kinzig-Kreis finden sich Jahr für Jahr zahllose Wat- und Wasservögel zum Rasten und Überwintern ein. Das nicht ohne Grund, denn vor inzwischen 12 Jahren wurden der Ruhlsee und ein Abschnitt der Kinzig naturnah umgestaltet. Heute ist die „Kinzigaue von Langenselbold“ nicht nur Naturschutzgebiet, sondern auch ein von der EU unter Schutz gestelltes „FFH-Gebiet“.

 

Die von der GNA initiierte, geplante und von 2009 bis 2010 umgesetzte Renaturierung hat sich als erfolgreich herausgestellt. So ist der Natur-schutzsee heute mit einer drei Hektar großen Flachwasserzone nicht nur Rastplatz für viele Vögel, sondern endlich auch als Brutgebiet von Bedeu-tung. Die extensiv bewirtschafteten Wiesen rund um den See gehören schon seit langem wieder zum Nahrungsrevier des Weißstorches und der Grau- und Silberreiher. Der starke Besucherdruck und freilaufende Hunde machen allerdings wiesenbrütenden Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine das Leben schwer und ein Brüten nahezu unmöglich.

 

Neben Orchideen beherbergt das wertvolle Grünland viele andere seltene und bedrohte Pflanzen. Hier findet man auch einen der letzten feuchten Eichen-Hainbuchen-Wälder, den die Landesstraße in das „Bockgehörn“ und den „Stellweg“ unterteilt. Im Bockgehörn gibt es eine weitere Naturschutz-strategie: Der „Prozessschutz“, wonach in die natürlichen Prozesse des Ökosystems Wald nicht eingegriffen werden darf und soll. Die Prozesse im Wald - vom Wachsen über das Werden und Vergehen – sollen unge-stört ablaufen. Dies bedeutet vor allem, dass keine Bäume gefällt und kein Totholz entnommen werden darf.

 

Naturschutz und Erholung im Einklang?

Während der Kinzigsee ganz der Freizeitnutzung und dem Wassersport gewidmet ist, sollen am Ruhlsee vor allem Naturschutz und Erholung im Einklang stehen. Neben Joggern und Radfahrern sind es vor allem Spazier-gänger, die die weithin offene Landschaft schätzen und die Ruhe genießen. Damit Erholungssuchende informiert und unbeschwert die Natur genießen können, veröffentlichte die GNA in Zusammenarbeit mit der Stadt Langen-selbold ein Faltblatt, das kostenlos angefordert werden kann. Darin finden sich wichtige Hinweise für Besucher*innen mit Hund.

 

Wenn die Führung stattfindet, ist der Treffpunkt der Parkplatz bei der Baumschule Müller. Wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Bitte Ferngläser oder Spektive mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden. Die GNA bittet um einen Beitrag von 4 Euro pro Person, die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist wie immer kostenlos. Die Einnahmen kommen ausschließlich den Auenschutz-projekten der GNA zu gute. Weitere Termine finden sich im Veranstaltungs-kalender 2022, der ebenfalls kostenlos angefordert werden kann.

Rehkitz versteckt sich in Wiese, Hasselroth | Foto: Susanne Hufmann (c) GNA

 

4. März 2022 | GNA bittet um Rücksicht

 

Brut- und Setzzeit beginnt jetzt

 

Der Begriff „Brut- und Setzzeit“ umschreibt den Zeitraum vom Frühling bis zum Frühsommer, in dem beinahe alle Wildtiere Nachwuchs haben: Reh-kitze werden aufgezogen, wiesenbrütende Vögel wie der Kiebitz halten die auf den Boden gelegten Eier bis zum Schlupf warm und umsorgen danach intensiv ihre Küken, Amphibien wandern und laichen in Tümpeln und Flutmulden. Es versteht sich von selbst, dass die Elterntiere dazu viel Ruhe und Kraft brauchen. Aber auch die Jungtiere – ganz gleich ob Kitz oder Küken - benötigen jetzt besonders viel Ruhe und Schutz.

 

Von März bis Mitte Juni besondere Rücksicht gefordert

In Hessen erstreckt sich die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Anfang März bis Mitte Juli. „In diesem Zeitraum wird von Hundehaltern noch mehr Verantwortung und erhöhte Rücksichtnahme gefordert.“, erläutert Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA. „Das betrifft grundsätzlich alle Außenbereiche, also Wiese, Wald und Flur. Die Wege sollten auf keinen Fall verlassen werden und Hunde unbedingt angeleint sein. Nur so ist sicherzustellen, dass junge Feldhasen oder Jungvögel nicht aufgeschreckt und unnötigerweise gestresst werden. Denn das kann unter Umständen sogar ihr Leben kosten.“

 

Die Naturschützerin appelliert auch an Eltern. „Immer wieder beobachten wir, dass Kinder über Felder und Wiesen laufen, um rastende Graugänse oder Enten aufzuscheuchen. Das ist kein Spaß, denn Altvögel können verscheucht und Gelege zertreten werden. Zugvögel, die in den Kinzig-auen rasten, benötigen viel Kraft für den Weiterflug.“, so Hufmann.

 

Außerdem seien ungestörte Rastflächen durch den enormen Flächenverbrauch auch im Main-Kinzig-Kreis inzwischen sehr rar.

 

GNA: Allgemeine Anleinpflicht ist überfällig

Dass eine allgemeine Anleinpflicht in Hessen während dieser sensiblen Zeit mehr als überfällig ist, darin sind sich die Naturschützer einig. In ausgewie-senen Naturschutzgebieten ist dies heute schon der Fall. Grundsätzlich sollten aber überall in Wiese, Wald und Flur Hunde angeleint sein. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet es außerdem, Wild aufzustöbern.

 

Achtung: In den Kommunen gelten für die Brut- und Setzzeit oftmals unterschiedliche Termine. Allen gemeinsam ist, dass sie freilaufenden Hunden enge Grenzen setzen. Bei Missachtung drohen hohe Bußgelder.

Da lohnt es sich doch, den Hund an der Leine zu führen.

 

Hintergrund: Die Hessische Gefahrenabwehrverordnung (HundeVO) schreibt für das Halten und Führen von Hunden in § 1 Abs. 1 vor: "Hunde sind so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht. Es ist in jedem Falle strafbar, wenn der Halter es zulässt bzw. nicht in der Lage ist, es zu unterbinden, dass sein Hund hinter Wild herjagt".

1. März 2022 | Exkursionen finden statt

 

GNA sagt Vorträge ab 

 

„Aufgrund der Pandemielage und in Abstimmung mit der Gemeinde Rodenbach werden wir auch in diesem Jahr auf die Durchführung unserer kleinen Vortragsreihe „Unbekannte Natur“ verzichten.“, gibt die Vorsitzende Susanne Hufmann bekannt.

 

Betroffen ist der Vortrag von Stefan Zaenker (Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen e.V.), der am 11. März über Quellen - Ursprung des Lebens berichten wollte. Ebenso abgesagt ist der Vortrag Wiesen, Grünland und die Herbstzeitlosen von Patrizia König (GNA), der für den 18. März angesetzt war. Auch der Vortrag am 25. März von Thomas Andres (GNA) über Hitze, Trockenheit und Starkregen - Stress für unsere Gewässer kann nicht stattfinden.

 

Offen bleibt zurzeit noch, ob der Vortrag Hier blüht Ihnen was! von Dr. Monika Pickert-Andres (GNA), die am 1. April die Ökologie der Blüten in den Vordergrund stellen möchte, aufgrund geänderter behördlicher Auflagen im kleinen Saal der Rodenbachhalle möglich ist.

 

„Zurzeit gehen wir davon aus, dass die ab Mitte März geplanten Exkursionen in unsere Projektgebiete am Langenselbolder Ruhlsee (20. März, 14 – 15:30 Uhr) und ins Bad Orber Feuchtgebiet Eschenkar (15. Mai, 9:30 – 12:30 Uhr) sowie der für den 9. April geplante Kulinarische Wildkräuterspaziergang (14 – 16 Uhr) in die Bulau von Hanau statt-finden. Da die Teilnehmerzahl für die Kräuterwanderung begrenzt ist, bitten wir hier um eine frühzeitige und verbindliche Anmeldung per E-Mail an anmeldung.gna@web.de. Bitte beachten Sie weitere Hinweise in der Presse und auf unserer Website www.gna-aue.de.“, so Hufmann abschließen.

16. Februar 2022

 

Sichere Handysammlung - GNA bittet um Mithilfe

 

„Unser Projektpartner, die Deutsche Telekom, sorgt gemeinsam mit ihrem zertifizierten Entsorgungsbetrieb für hohe Sicherheitsstandards im Datenschutz.“, berichtet Susanne Hufmann von der GNA. Genauso sicher soll in Zukunft auch der Transport zum Entsorger sein, der von der GNA organisiert wird. Aufgrund geänderter Vorschriften müssen nun vor dem Verpacken und Versenden alle Akkus entfernt und gesondert entsorgt werden.

 

„Das ist für uns ein erheblicher Arbeits- und Zeitaufwand, den wir kaum noch leisten können. Gerade bei Smartphones oder Tablets fehlen uns oft die nötige Technik und das entsprechende Werkzeug, um alle Akkus aus den Geräten auszubauen.

 

Deshalb heute unsere Bitte: Vor Einwurf Ihres Altgerätes entfernen Sie bitte das Akku. Gerne können Sie dieses mit in die Handysammlung geben. Wir stellen eine ordnungsgemäße Entsorgung sicher. Wenn Sie zusätzlich ganz sicher gehen wollen, entfernen Sie gleichzeitig die SIM- und Speicherkarten und löschen Sie Ihre persönliche Daten.“

 

Bis heute sammelte die GNA 2.154 Handys. Durch umweltgerechtes Recyceln wurden etwa 19 kg Kupfer, 325 g Silber und 54 g Gold zurück-gewonnen. Die Handyrücknahmeaktion ist mit dem staatlichen Umwelt-zeichen Blauer Engel ausgezeichnet. Dies bestätigt die Bedeutung der Handyrücknahme für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit.

20. Januar 2022 | Handy abgeben – Ressourcen schonen

 

GNA setzt auf Recycling von alten Handys und Tablets

 

Die GNA setzt sich für die Artenvielfalt in den Auen an der Kinzig, für den Natur- und Artenschutz, die Renaturierung von Bächen und Flüssen sowie die Wiederherstellung und Entwicklung von Feuchtgebieten ein. In Zeiten des Klimawandels gewinnen dabei der ökologische Wasserbau und ein naturverträglicher Hochwasserschutz immer mehr an Bedeutung. Ebenso wichtig sind der gemeinnützigen Naturschutzorganisation der Umweltschutz und nachhaltiges Handeln. Dabei setzt sie auf Umweltbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und engagiert sich selbst tatkräftig.

 

„In unseren Anfangsjahren führten wir mehr als 5.000 Handys einer sicheren Entsorgung zu. Nicht zuletzt aufgrund der großen Nachfrage nahmen wir 2015 die Handysammlung in Kooperation mit der Telekom Deutschland und einem zertifizierten Entsorger wieder auf und konnten bereits mehr als 2.000 Altgeräte ordnungsgemäß recyceln lassen.“ berichtet die Vorsitzende Susanne Hufmann. Das Rücknahmesystem sei wegen der besonders einfachen Abgabemöglichkeiten und der sorgfältigen Prüfung mit dem staatlichen Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet.

 

Wie funktioniert die Handyaufbereitung?

Die Geräte werden in einem Recycling-Center elektronisch erfasst und begutachtet. Etwa 10 Prozent lassen sich weiterverwenden. Selbstverstän-dlich werden vor dem Weiterverkauf alle Daten gelöscht. Die anderen 90 Prozent sind defekt und werden in einem technischen Verfahren umwelt-gerecht recycelt. Denn bis zu 100 Prozent der eingesetzten Materialien lassen sich ein weiteres Mal verwenden. Dieser Prozess wurde in Zusam-menarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entwickelt, die einen Teil der Erlöse erhält und damit Umwelt- und Naturschutzprojekte förderte.

 

Handy abgeben – Ressourcen erhalten

„Durch die Rückgabe tragen Sie dazu bei, wertvolle Rohstoffe zu schonen. Geben Sie Ihr gebrauchtes Handy oder Tablet möglichst mit allen Komponenten an einer unserer Sammelstellen ab. Natürlich werden auch Geräte ohne Akku oder Ladegerät angenommen.“, erklärt Hufmann.

 

Sammelstellen

Die Sammelstellen der GNA befinden sich im Rathaus Bad Orb (Frankfurter Straße 2, 63619 Bad Orb), im Bürgerbüro des Rathauses Rodenbach (Buchbergstraße 2, 63517 Rodenbach) und im Alten Pfarr-gehöft Niederrodenbach (Mühlstraße 11, 63517 Rodenbach). Hier ist auch ein kontaktloser Einwurf in den Postkasten am Tor möglich. 

9. Januar 2022 | Veranstaltungskalender 2022

 

Natur erleben, beobachten & verstehen

 

„Auch wenn uns die Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit ihren Einschränkungen und besonderen Herausforderungen noch fest im Griff hält, möchten wir wieder versuchen, Kindern, Jugendlichen und Erwach-senen interessante Angebote für schöne Naturerlebnisse zu machen. Denn neben unseren großen Natur- und Artenschutzprojekten in den Auengebieten an der Kinzig ist die Umweltbildung schon lange ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der GNA.“, berichtet die Vorsitzende der GNA Susanne Hufmann.

 

Wie in den Vorjahren führen einige Fachexkursionen wieder in die Projektgebiete der GNA, wie zum Beispiel in das Vogelparadies Langen-selbolder Ruhlsee (20. März), ins Bad Orber Feuchtgebiet Eschenkar (15. Mai) oder in das Storchenland in der Rodenbacher Kinzigaue (22. Juni).

 

Am 9. April findet ein kulinarischer Wildkräuterspaziergang durch die Bulau von Hanau statt, bei dem Bärlauch, Scharbockskraut und andere gesunde Frühlingskräuter an ihren natürlichen Standorten präsentiert werden. Außerdem erfährt man Interessantes über die Welt der Geophyten und die Ökologie eines Auenwaldes. Da die Teilnehmerzahl für die zwei-stündige Wanderung begrenzt ist, bittet die GNA um frühzeitige Anmeldung per E-Mail an anmeldung.gna@web.de. Während eines herbstlichen Spaziergangs durch die Oberrodenbacher Feldflur berichtet die Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres am 10. September über Wildfrüchte und Wildkräuter und erklärt die ökologische Bedeutung von Feldhecken und Blühstreifen am Wegesrand. Auch hier lohnt sich eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail.

 

Die kleine GNA-Vortragsreihe „Unbekannte Natur“ soll – wenn Corona es zulässt – am 11. März in der Rodenbachhalle starten. „Wir freuen uns, so ausgewiesene Experten wie Stefan Zaenker vom Landesverband für Höhlen und Karstforschung Hessen e.V. als Referenten gewonnen zu haben, der den ersten Vortrag zum Thema „Quellen - Ursprung des Lebens“ hält. Am 18. März berichtet die Biologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der GNA Patrizia König über „Wiesen, Grünland und die Herbstzeitlose“. Am 25. März referiert der Limnologe Thomas Andres darüber, was Hitze, Trockenheit und Starkregen für unsere Gewässer bedeutet. Und am 1. April schließt Dr. Monika Pickert-Andres die Reihe ab mit ihrem Vortrag „Hier blüht Ihnen was!“, der von der Ökologie der Blüten handelt.

 

Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte

Am 27. April findet für Erzieher*innen und andere Interessierte im Alten Pfarrgehöft von Rodenbach die berufliche Fortbildung „Lupe, Kescher, fertig los!“ zum Lebensraum Wasser statt. Schwerpunkte sind die Gestaltung von Gewässererkundungen mit Kindern und das zu erwartende Artenspektrum. Für die ganztägige Veranstaltung, die mit einer Exkursion an einen See abschließt, wird wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unbedingt um Anmeldung gebeten.

 

Das Outdoor-Seminar „Naturerfahrungsspiele im Wald - Mit allen Sinnen den Wald erleben“ richtet sich an Erzieher*innen und Grundschul-lehrer*innen. Neben der Wissensvermittlung zum Lebensraum Wald, seinen Bäumen und Früchten, stehen vor allem ungewöhnliche Betrachtungs-möglichkeiten, Entdeckungen mit möglichst vielen Sinnen und das Staunen über die Natur im Fokus dieses Seminars. So ergeben sich meist vielfältige Fragestellungen, Forschungsimpulse und Lernanreize sowie auch Möglichkeiten kreativer Gestaltung vor Ort und später in der Kita und Schule. Seit 2021 ist das Angebot von Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel Bestandteil des Fortbildungsprogramms für pädagogische Fachkräfte des Main-Kinzig-Kreises. Veranstaltungstermine sind der 8. und 12. September 2022.

 

Waldrucksack und Wasserforscherkiste

Fixpunkte des Veranstaltungskalenders der GNA sind die Angebote für Kinder und Jugendliche. „Menschen gehen umso verantwortlicher mit ihrer Umwelt um, je früher und intensiver sie deren Schätze und Schönheiten kennen gelernt haben.“, ist sich Hufmann sicher. Auch 2022 sollen wieder viele Forschertage mit der „Wasserforscherkiste auf Tour“ im Rahmen von Schulprojektwochen, Ferienfreizeiten oder in Kindergärten und Tagesstätten stattfinden. Ebenso ist die GNA-Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel mit dem Waldrucksack im Main-Kinzig-Kreis unterwegs.

 

Das Veranstaltungsprogramm 2022 sowie weitere aktuelle Faltblätter zum Weißstorch, Kiebitz, Laubfrosch, Eisvogel und Fischotter können kostenlos angefordert werden unter der Telefon-Nr. 06184 –99 33 797 oder per E-Mail an gna.aue@web.de