AKTUELLES

20. Januar 2022 | Handy abgeben – Ressourcen schonen

 

GNA setzt auf Recycling von alten Handys und Tablets

 

Die GNA setzt sich für die Artenvielfalt in den Auen an der Kinzig, für den Natur- und Artenschutz, die Renaturierung von Bächen und Flüssen sowie die Wiederherstellung und Entwicklung von Feuchtgebieten ein. In Zeiten des Klimawandels gewinnen dabei der ökologische Wasserbau und ein naturverträglicher Hochwasserschutz immer mehr an Bedeutung. Ebenso wichtig sind der gemeinnützigen Naturschutzorganisation der Umweltschutz und nachhaltiges Handeln. Dabei setzt sie auf Umweltbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und engagiert sich selbst tatkräftig.

 

„In unseren Anfangsjahren führten wir mehr als 5.000 Handys einer sicheren Entsorgung zu. Nicht zuletzt aufgrund der großen Nachfrage nahmen wir 2015 die Handysammlung in Kooperation mit der Telekom Deutschland und einem zertifizierten Entsorger wieder auf und konnten bereits mehr als 2.000 Altgeräte ordnungsgemäß recyceln lassen.“ berichtet die Vorsitzende Susanne Hufmann. Das Rücknahmesystem sei wegen der besonders einfachen Abgabemöglichkeiten und der sorgfältigen Prüfung mit dem staatlichen Umweltzeichen „Blauer Engel“ ausgezeichnet.

 

Wie funktioniert die Handyaufbereitung?

Die Geräte werden in einem Recycling-Center elektronisch erfasst und begutachtet. Etwa 10 Prozent lassen sich weiterverwenden. Selbstverstän-dlich werden vor dem Weiterverkauf alle Daten gelöscht. Die anderen 90 Prozent sind defekt und werden in einem technischen Verfahren umwelt-gerecht recycelt. Denn bis zu 100 Prozent der eingesetzten Materialien lassen sich ein weiteres Mal verwenden. Dieser Prozess wurde in Zusam-menarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) entwickelt, die einen Teil der Erlöse erhält und damit Umwelt- und Naturschutzprojekte förderte.

 

Handy abgeben – Ressourcen erhalten

„Durch die Rückgabe tragen Sie dazu bei, wertvolle Rohstoffe zu schonen. Geben Sie Ihr gebrauchtes Handy oder Tablet möglichst mit allen Komponenten an einer unserer Sammelstellen ab. Natürlich werden auch Geräte ohne Akku oder Ladegerät angenommen.“, erklärt Hufmann.

 

Sammelstellen

Die Sammelstellen der GNA befinden sich im Rathaus Bad Orb (Frankfurter Straße 2, 63619 Bad Orb), im Bürgerbüro des Rathauses Rodenbach (Buchbergstraße 2, 63517 Rodenbach) und im Alten Pfarr-gehöft Niederrodenbach (Mühlstraße 11, 63517 Rodenbach). Hier ist auch ein kontaktloser Einwurf in den Postkasten am Tor möglich. 

9. Januar 2022 | Veranstaltungskalender 2022

 

Natur erleben, beobachten & verstehen

 

„Auch wenn uns die Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit ihren Einschränkungen und besonderen Herausforderungen noch fest im Griff hält, möchten wir wieder versuchen, Kindern, Jugendlichen und Erwach-senen interessante Angebote für schöne Naturerlebnisse zu machen. Denn neben unseren großen Natur- und Artenschutzprojekten in den Auengebieten an der Kinzig ist die Umweltbildung schon lange ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der GNA.“, berichtet die Vorsitzende der GNA Susanne Hufmann.

 

Wie in den Vorjahren führen einige Fachexkursionen wieder in die Projektgebiete der GNA, wie zum Beispiel in das Vogelparadies Langen-selbolder Ruhlsee (20. März), ins Bad Orber Feuchtgebiet Eschenkar (15. Mai) oder in das Storchenland in der Rodenbacher Kinzigaue (22. Juni).

 

Am 9. April findet ein kulinarischer Wildkräuterspaziergang durch die Bulau von Hanau statt, bei dem Bärlauch, Scharbockskraut und andere gesunde Frühlingskräuter an ihren natürlichen Standorten präsentiert werden. Außerdem erfährt man Interessantes über die Welt der Geophyten und die Ökologie eines Auenwaldes. Da die Teilnehmerzahl für die zwei-stündige Wanderung begrenzt ist, bittet die GNA um frühzeitige Anmeldung per E-Mail an anmeldung.gna@web.de. Während eines herbstlichen Spaziergangs durch die Oberrodenbacher Feldflur berichtet die Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres am 10. September über Wildfrüchte und Wildkräuter und erklärt die ökologische Bedeutung von Feldhecken und Blühstreifen am Wegesrand. Auch hier lohnt sich eine frühzeitige Anmeldung per E-Mail.

 

Die kleine GNA-Vortragsreihe „Unbekannte Natur“ soll – wenn Corona es zulässt – am 11. März in der Rodenbachhalle starten. „Wir freuen uns, so ausgewiesene Experten wie Stefan Zaenker vom Landesverband für Höhlen und Karstforschung Hessen e.V. als Referenten gewonnen zu haben, der den ersten Vortrag zum Thema „Quellen - Ursprung des Lebens“ hält. Am 18. März berichtet die Biologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der GNA Patrizia König über „Wiesen, Grünland und die Herbstzeitlose“. Am 25. März referiert der Limnologe Thomas Andres darüber, was Hitze, Trockenheit und Starkregen für unsere Gewässer bedeutet. Und am 1. April schließt Dr. Monika Pickert-Andres die Reihe ab mit ihrem Vortrag „Hier blüht Ihnen was!“, der von der Ökologie der Blüten handelt.

 

Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte

Am 27. April findet für Erzieher*innen und andere Interessierte im Alten Pfarrgehöft von Rodenbach die berufliche Fortbildung „Lupe, Kescher, fertig los!“ zum Lebensraum Wasser statt. Schwerpunkte sind die Gestaltung von Gewässererkundungen mit Kindern und das zu erwartende Artenspektrum. Für die ganztägige Veranstaltung, die mit einer Exkursion an einen See abschließt, wird wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unbedingt um Anmeldung gebeten.

 

Das Outdoor-Seminar „Naturerfahrungsspiele im Wald - Mit allen Sinnen den Wald erleben“ richtet sich an Erzieher*innen und Grundschul-lehrer*innen. Neben der Wissensvermittlung zum Lebensraum Wald, seinen Bäumen und Früchten, stehen vor allem ungewöhnliche Betrachtungs-möglichkeiten, Entdeckungen mit möglichst vielen Sinnen und das Staunen über die Natur im Fokus dieses Seminars. So ergeben sich meist vielfältige Fragestellungen, Forschungsimpulse und Lernanreize sowie auch Möglichkeiten kreativer Gestaltung vor Ort und später in der Kita und Schule. Seit 2021 ist das Angebot von Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel Bestandteil des Fortbildungsprogramms für pädagogische Fachkräfte des Main-Kinzig-Kreises. Veranstaltungstermine sind der 8. und 12. September 2022.

 

Waldrucksack und Wasserforscherkiste

Fixpunkte des Veranstaltungskalenders der GNA sind die Angebote für Kinder und Jugendliche. „Menschen gehen umso verantwortlicher mit ihrer Umwelt um, je früher und intensiver sie deren Schätze und Schönheiten kennen gelernt haben.“, ist sich Hufmann sicher. Auch 2022 sollen wieder viele Forschertage mit der „Wasserforscherkiste auf Tour“ im Rahmen von Schulprojektwochen, Ferienfreizeiten oder in Kindergärten und Tagesstätten stattfinden. Ebenso ist die GNA-Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel mit dem Waldrucksack im Main-Kinzig-Kreis unterwegs.

 

Das Veranstaltungsprogramm 2022 sowie weitere aktuelle Faltblätter zum Weißstorch, Kiebitz, Laubfrosch, Eisvogel und Fischotter können kostenlos angefordert werden unter der Telefon-Nr. 06184 –99 33 797 oder per E-Mail an gna.aue@web.de