Renaturierung der Elbertsaue
Umweltverschmutzung, Flächenversiegelung und der Klimawandel führen dazu, dass Feuchtgebiete heute in Deutschland zu den am stärksten bedrohten Biotopen zählen.
Bekannt ist die Kinzigaue als wertvoller Amphibienlebensraum vor allem für den Laubfrosch (Hyla arborea), aber auch als Brut- und Rast-platz für den Weißstorch (Ciconia ciconia) und für wiesenbrütende Vogel-arten wie Kiebitz, Bekassine u.a.
Ausgangssituation
Besonders die Regulierung der Gewässerläufe vernichtete lebenswichtige Überschwemmungstümpel, die für eine auentypische Flora und Fauna essentiell sind. Aber auch die intensive Landwirtschaft verfüllte zwecks besserer Befahrbarkeit viele Tümpel, Senken und Flutmulden.
Aus naturschutzfachlicher Sicht besteht daher in den Wiesen- und Feld-fluren an der Kinzig ein sehr großer Bedarf an periodisch wasserfüh-renden Tümpeln, Mulden und Feuchtbiotopen, so auch in der Elbertsaue.
Unsere Ziele für die Elbertsaue
Ziel ist die ökologische Aufwertung der mittleren Kinzigaue durch die Optimierung auentypischer Lebensraumstrukturen und die Entwicklung von Feuchtbiotopen und Kleingewässern. Außerdem soll der typische Offenland- charakter der Elbertsaue wiederhergestellt werden.
Maßnahmen im Detail
- Ein erste Arbeitsschritt ist die Rodung von Weiden und anderer Gehölze, die teilweise in ehemaligen Gräben und auf ehemaligen Wegeparzellen wachsen.
- Danach wird das Wurzelwerk ausgebaggert, um ein Austreiben langfristig zu verhindern.
- Erst jetzt erfolgt die Neuanlage von insgesamt drei großen Blänken, deren Ufer anschließend abgeflacht werden.
- Die endgültige Größe und Form wird während der Bauphase dem Geländeprofil vor Ort angepasst. Die ursprüngliche Tiefe wird nicht verändert. Ein Grundwasseranschnitt ist nicht vorgesehen.
Gewässerbiotop 1 ist etwa 450 m² groß und maximal 0,60 m tief.
Gewässerbiotop 2 ist rund 700 m² großund maximal bis zu 0,80 m tief
Gewässerbiotop 3 ist knapp 900 m² groß.
Die neuen Gewässerbiotope übernehmen zukünftig wichtige ökologische Funktionen, beispielsweise als Lebensraum für Amphibien, für wasserge-bundene Insekten (Libellen) und andere auentypische Tierarten.
Sie dienen als Amphibien-Laichplätze und Nahrungsflächen wiesen-brütender Vögel und werden die Artenvielfalt in der agrarisch geprägten Kulturlandschaft nachhaltig fördern.
Für lebendige Auen
Dieses Projekt wird freundlicherweise unterstützt durch die
Heinz Sielmann Stiftung.
Auch Sie können dazu beitragen, wertvolle Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende:
Raiffeisenbank Rodenbach
IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00
Ihre Spende kommt unmittelbar der Elbertsaue zugute und ist steuerlich absetzbar. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!