Aktuelles

21. Januar 2020 | Restcent-Spende für den Fischotter

 

Mitarbeiter*innen der Commerzbank unterstützen
Artenschutz im Main-Kinzig-Kreis

  • Restcent-Spende in Höhe von 5.900 Euro kommt Fischotter zugute
  • Susanne Hufmann, Vorsitzende der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung: „Wir freuen uns, dass wir in unseren Bemühungen so tatkräftig unterstützt werden.“

„Rund 50 Jahre lang galt der Fischotter in Hessen als ausgestorben. Doch diese Bewertung gehört der Vergangenheit an“, berichtet die GNA-Vorsitzende, Susanne Hufmann.

 

Wiederbesiedlung durch Fischotter den Weg bereiten

Um dem Fischotter eine Wiederbesiedlung der Fließgewässersysteme im Main-Kinzig-Kreis zu erleichtern, ist - neben den vielen Maßnahmen zur Lebensraumentwicklung, wie sie von der GNA seit Jahren durchgeführt werden - vor allem die Reduzierung der Gefahren durch den Straßen-verkehr von entscheidender Bedeutung. Daran arbeitet die GNA zurzeit verstärkt und wird dafür auch die Restcent- Spende der Commerzbank verwenden. „Wir freuen uns, dass wir in unseren Bemühungen so tatkräftig unterstützt werden“, so Hufmann weiter.

 

Bereits 2011 wurde die Eignung des östlichen Main-Kinzig-Kreises als potentieller Fischotter- Lebensraum geprüft. Aufgrund seiner dünnen Besiedlung, großen verkehrsarmen und unzerschnittenen Gebieten sowie natürlich strukturierten Fließgewässerabschnitten weist er ein großes Potential auf. 2014 berichtete dann das Hessische Umweltministerium von Nachweisen an der Eder, im Vogelsbergkreis sowie im Spessart an der hessischen Landesgrenze im Main-Kinzig-Kreis. Letzteres konnte die GNA 2016 und 2017 bestätigen: Am Unterlauf der Kinzig fanden sich eindeutige Trittsiegel der zweitgrößten heimischen Marderart.

 

Restcent-Spende: kleine Spende mit großer Wirkung

„In der Regel stehen auf unseren Gehaltsabrechnungen keine glatten Summen“, benennt die Projekt-leiterin Restcent-Spende bei der Commerz-bank, Katrin Werner, den Ausgangspunkt der Initiative. „Alles rechts hinter dem Komma, also die Cent-Beträge - zwischen 1 und 99 Cent - können die Kolleginnen und Kollegen von Commerzbank und Commerz Real spenden“, führt Werner weiter aus. „Das geschieht auf freiwilliger Basis. Die Ab-buchung erfolgt automatisch.“

 

„Für den einzelnen ist es ein kleiner Beitrag, aber durch die Restcent-Spende kommt schnell eine stattliche Summe zusammen“, so Werner. Auf diese Weise hat die Frankfurter Bank in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte im In- und Ausland unterstützt. Jeweils zum Jahresende entschei-den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Online-Abstimmung über die Verteilung der Gesamtspendensumme. „Die Mittel werden auf drei Projekte verteilt, so dass wir jeweils immer eine soziale Einrichtung im In- und im Ausland sowie eine Umwelt-Initiative fördern können“, sagt Werner. 

20. Janaur 2020 | Kinder werden zu Waldforschern

 

Mit dem Waldrucksack unterwegs

 

Das bereits im letzten Jahr erarbeitete und erprobte Programm „Mit dem Waldrucksack unterwegs“ soll ab 2020 sehr viel Wissen und noch mehr Begeisterung für die Natur in Kindergärten, Kindertagesstätten und Grundschulen tragen. „Das ist wichtiger denn je, denn viele Kinder haben oft nicht mehr die Möglichkeit, ihre Freizeit in der Natur zu verbringen.“, erläutert GNA-Vorsitzende Susanne Hufmann die Intention der in Rodenbach ansässigen Naturschutzorganisation.

 

Der Wald biete zahlreiche Lernanreize, die für eine gesunde Entwicklung unverzichtbar seien. Das pädagogische Konzept beinhaltet die ganzheitliche Erforschung und Erkundung des Lebensraums und richtet sich an Kinder ab fünf Jahre. Erzieher*innen und anderes pädagogische Personal werden während der Veranstaltung vor Ort in die Abläufe eingebunden. Leitung und Durchführung erfolgt durch die Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel, die als ehemalige Grundschullehrerin und Jugendgruppenleitung sehr viel Erfahrung aufzuweisen hat.

 

Das spielerisch und erlebnisorientiert ausgerichtete Programm findet - nach Vereinbarung - von März bis Oktober statt, wobei alle Lehr- und Lernmaterialen im "Waldrucksack" mitgebracht werden. Vier verschiedene Bausteine stehen zur Wahl, wobei auch Kombinationen möglich sind:

 

Baustein 1: „Was krabbelt im Wald?“- Mit Becherlupen und Karteikarten im Wald unterwegs. Kinder suchen am Waldboden, im Totholz oder anderen Verstecken Gliederfüßer, beobachten sie genau, zeichnen und bestimmen sie. Am Ende ordnen sie die entdeckten Tiere der passenden Tiergruppe (Insekten, Spinnen, Krebstiere, Tausendfüßer, evtl. auch Schnecken, Würmer und Amphibien) zu. Altersempfehlung: ab 5 Jahre.

 

Baustein 2: „Bäume im Wald“- Mit Naturerfahrungsspielen, Lupen und Karteikarten unterwegs. Kinder erkunden die Bäume des Waldes. Sie sammeln Blätter, Samen und Früchte und ordnen sie den passenden Laub- und Nadelbäumen zu. Sie fühlen und vergleichen die verschiedenen Rinden und erfahren viel über das Wachstum und die Keimung. Auch die Verfärbung und das Abfallen der Blätter im Herbst werden thematisiert. Altersempfehlung: ab 5 Jahre.

 

Baustein 3:„Waldstockwerke“- Mit Spiegeln, Lupen und Karteikarten auf Entdeckungstour. Kinder erkunden mit Spiegeln und Lupen die verschiedenen Stockwerke des Waldes mit ihren typischen pflanzlichen und tierischen Bewohnern. Danach werden Pilze, Moose, Farne, Waldblumen, Sträucher und Bäume und die dort lebenden Tiere sicherlich mit ganz anderen Augen gesehen. Altersempfehlung: ab der 3. Klasse.

 

Baustein 4: „Tiere des Waldes“ - Mit Lupen und Karteikarten den Tieren auf der Spur. Die Kinder suchen nach Tieren und Tierspuren im Wald. Sie erforschen ein Waldtier genauer und stellen es den anderen vor. Altersempfehlung: ab der 2. Grundschulklasse.

 

Weitere Hinweise

Eine Veranstaltung dauert - nach Absprache - zwischen 90 und 120 Minuten und kostet 120 Euro (zuzüglich 0,25 Euro pro gefahrenen Kilometer). Voraussetzung ist ein Wald oder waldähnliches Areal in der näheren Umgebung der Einrichtung. Zum Schluss erhält jedes Kind ein schön gestaltetes Waldforscherdiplom. Übrigens: Das Programm ist auch für Kindergeburtstage bestens geeignet.

 

Damit der Spaß unter freiem Himmel nicht getrübt wird, empfiehlt die GNA robuste und wetterangepasste Kleidung, die schmutzig und nass werden darf. Je nach Wetterlage sind feste, geschlossene Schuhe, lange Socken und Hosen, Regenjacken, Sonnenkappen, Sitzkissen sowie die Mitnahme von Getränken und Verpflegung angezeigt.

 

Nähere Informationen erteilt Anke Bissert-Bendel (GNA) unter der Telefonnummer 06184 – 59 14 111 oder per E-Mail waldrucksack@online.deHier werden auch die Anmeldungen entgegengenommen. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme und Reservierung wird empfohlen.

 

Zur Unterstützung ihrer Umweltbildungsarbeit bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 (Raiffeisenbank Rodenbach). Als gemeinnützige Naturschutzorganisation ist die GNA zur Ausstellung von Spendenbescheinigungen zwecks Vorlage beim Finanzamt berechtigt.