Aktuelles 2023

12. Dezember 2023

 

Mit der GNA aktiv für die Natur

 

Eine Zukunft für Insekten & Co. - So lautet der Name einer Initiative, auf die wir besonders stolz sind.“ berichtet Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA. „Im Februar gelang es uns mit Hilfe der Deutschen Postcode Lotterie, ein Doppelmesser-Mähwerk anzuschaffen und auf einem Landwirtschaftshof in Langenselbold zu stationieren. Das Mähwerk mit einer Arbeitsbreite von neun Metern wird als insekten- und amphibien-freundlich eingestuft und schont Frösche, Kröten, Feldhasen, Rehkitze und Jungvögel von Kiebitz und Bekassine.“ Durch Bauweise und Gewicht ver-brauche es weniger Kraftstoff und vermeide Bodenverdichtung und Narben-schäden. Langfristig soll es den Einsatz von Kreiselmähern zurückdrängen, die nicht zuletzt durch ihre große Sogwirkung eine verheerende Wirkung auf die Wiesenfauna entfalten.

 

Interesse an tierfreundlicher Mähtechnik groß. Die GNA stellt das Mähwerk Landwirten zwecks naturverträglicher Wiesenbearbeitung zur Verfügung. „Wir freuen uns, dass schon in diesem Sommer mehr als 200 Hektar Grünland im Main-Kinzig-Kreis umweltschonend bearbeitet wurden.“ Berichtet der stellvertretende Vorsitzende Günter Könitzer. Aber: „Die tatsächlichen Effekte auf die Biodiversität lassen sich zurzeit nur schwer abschätzen. Um den positiven Einfluss auf die Wiesenfauna tatsächlich beurteilen zu können, bedarf es eines langjährigen Monitorings, für das wir heute Spenden sammeln. Starten möchten wir damit 2024.“

 

Konfliktfeld Ruhlsee - Vogelparadies versus Ausflugsziel. In Zusam-menarbeit mit der Stadt Langenselbold errichtete die GNA einen Themen-pfad, der nach über 10 Jahren jetzt erneuert werden soll. Vier stark beschädigte Infotafeln müssen dringend ausgetauscht werden. Weitere Tafeln sollen die Wegeführung, Betretungsregeln während der Brut- und Setzzeit und die Anleinpflicht von Hunden erklären. „Die Besucher-lenkung dient dem Schutz von Wiesenvögeln und vielen anderen Wildtieren im Naturschutzgebiet. Dafür benötigt die GNA Unterstützung durch Spenden.“, so Hufmann.

 

Feuchtgebiet Herrenbruch weiterentwickelt. In der Niedermittlauer Kinzigaue entsteht seit August auf einer bisher intensiv genutzten Wiese ein völlig neues Feuchtgebiet mit vielfältigen Lebensräumen für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Nach zweijähriger Planungszeit starteten die Bauarbeiten mit der Anlage eines Ringgrabens, wodurch ein etwa drei Hektar großes Kiebitzrefugium entstand.

 

Eine sichere „Insel“ ist für am Boden brütende Vögel überlebenswichtig.

Sie schützt vor Räubern (Fuchs, Waschbär, Marder) und dient der unge-störten Jungvogelaufzucht. Zusätzlich verwandelten die Naturschützer einen trapezförmigen Graben in einen 640 Meter langen Feuchtlebensraum für bedrohte Amphibien. Seine Ufer sind Nahrungsflächen für Limikolen. Das Schilfbiotop wurde vergrößert, die Mündung des Grabens in den Bach naturnah gestaltet und ein Bohlenwehr sorgt demnächst für das Wasser-management.

 

Extensives Beweidungsprojekt steigert Biodiversität. Die Instand-setzung und Neuanlage von Weidefurten ermöglicht die Pflege des neuen Feuchtgebietes durch Rinder und die Umwandlung von einer intensiven in eine artenreiche Feuchtwiese. „Wir danken ausdrücklich der Gemeinde Hasselroth, Hessen Mobil und dem Regierungspräsidium Darmstadt für

die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ betont Hufmann.

 

Tümpelpflege für die Gelbbauchunke. Auch in der Köhlersaue von Wächtersbach soll die Biodiversität wieder eine Chance erhalten. Dazu müssen sieben verlandete Tümpel freigestellt und saniert und die umge-benen Feuchtwiesen gemäht werden. Die Biotope fungieren als Laichge-wässer. Das Projekt entstand in enger Kooperation mit dem NABU Wächtersbach und benötigt zurzeit noch Starthilfe.

 

Nach dem Konzept in die Umsetzung. Die naturverträgliche Rückdrän-gung der giftigen Herbstzeitlosen startete Anfang 2023 mit einer fünf-jährigen Umsetzungsphase. Das Projekt, ebenfalls sehr wichtig für den Erhalt der Artenvielfalt im Grünland, setzt verstärkt auf den Einsatz autonomer Roboter, die die Herbstzeitlosenknolle aufspüren und aufbohren sollen. Erste Versuche im Gelände waren vielversprechend.

 

Umweltbildung. Kindergärten, Tagesstätten, Schulklassen und Veran-stalter von Ferienspielen bietet die GNA spannende Programme wie „Mit der Wasserforscherkiste auf Tour“ und „Mit dem Waldrucksack unterwegs“. Die Angebote sind auch für Kindergeburtstage bestens geeignet. Auch im Bereich Erwachsenenbildung gibt es wieder etwas Neues: Seminare wie "Gewässerkunde - leicht gemacht" ermöglichen Einblicke in die Welt unter Wasser. Berufliche Fortbildungen bereiten pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen auf ein ganzheitliches Naturerleben mit Kindern vor.

 

„Der Aufbau einer Ökologischen Bildungsstätte im Alten Pfarrgehöft von Niederrodenbach ist wieder ein gutes Stück vorangekommen und wird in den kommenden Jahren weiter verstärkt. Die Angebotspalette wird stetig erweitert, unter anderem durch botanische Kurse im Natur- und Lehrgarten der GNA.“, so Hufmann abschließend.

 

Die als gemeinnützig anerkannte GNA setzt sich unermüdlich und mit unzähligen Projekten für die Natur, den Artenschutz und die Biologische Vielfalt ein. Zur Unterstützung ihrer wichtigen Vorhaben bittet die GNA um Spenden auf das Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Rodenbach mit der IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00. Die GNA ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen. 

14. November 2023 | Ökologische Bildungsstätte Rodenbach

 

Abenteuer und Forschen draußen in der heimischen Natur

 

„Eine Voraussetzung für ökologisches Denken und Handeln ist es, die Natur kennen zu lernen. Was einfach klingt, ist schwieriger denn je: Es ist schon lange nicht mehr selbstverständlich, seine Freizeit draußen zu ver-bringen, weder für Kinder und Jugendliche, noch für Erwachsene.“, berich-tet die Vorsitzende der GNA Susanne Hufmann. „Unser Veranstaltungs-programm richtet sich ausdrücklich an alle, die Lust auf etwas Neues,
Spaß am Entdecken und keine Angst vor Abenteuern haben.“

 

Ab an den Bach – ab in den Wald

Neben Fachexkursionen in ihre Projektgebiete bietet die gemeinnützige Naturschutzorganisation wieder die beliebten Umweltbildungsprogramme für Kindergärten, Kindertagesstätten, Schulklassen, Kindergeburtstage und Ferienspiele an. So sind Angebote wie „Mit der Wasserforscherkiste auf Tour“ und „Mit dem Waldrucksack unterwegs“ von März bis Oktober frei vereinbar. Die Umweltpädagogen der GNA kommen mit ihrer Forschungs-ausrüstung in die Einrichtung oder an den jeweiligen Veranstaltungsort. 

 

Auch Erwachsene können noch was lernen

Nach einer sehr erfolgreichen Umweltbildungssaison 2023 baut die GNA nun den Bereich der Erwachsenenbildung weiter aus. Aufgrund der großen Nachfrage finden im kommenden Jahr gleich zwei Kurse zum Thema „Gewässerkunde – leicht gemacht“ statt. Veranstaltungsort ist das zur Ökologischen Bildungsstätte aufgebaute Alte Pfarrgehöft in Niederroden-bach, wo sich auch die „Die Eisvögel“, die Naturschutzjugend der GNA, regelmäßig treffen.

 

Für Erzieher und Erzieherinnen, die in Kindergärten, Kindertagesstätten oder Grundschulen tätig sind, gibt es spezielle berufliche Fortbildungs-möglichkeiten. Um den Lebensraum Wald mit Kindern ganzheitlich zu erleben, können Outdoor-Seminare wie „Naturerfahrungsspiele im Wald“ und „Waldtage gestalten mit Kindern“ von entsprechenden Einrichtungen als Gruppenfortbildung gebucht werden. Vorschläge für Naturprojekte mit Kindern erhält man bei der „Einführung in den Naturgarten“.

 

Das Veranstaltungsprogramm 2024 kann ab sofort kostenlos angefor-dert werden kann. (Telefon 06184 – 99 33 797 oder gna.aue@web.de).
Zur Unterstützung ihrer Umweltbildungsangebote bittet die GNA um Spenden auf das Konto mit der IBAN DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Das Spendenstichwort lautet: Umwelt-bildung. Eine Spende an die GNA kann steuerlich abgesetzt werden. 

 

Aus dem Pressespiegel der GNA

3. November 2023 | Hasselrother Feuchtgebiet Herrenbruch

 

Drei Furten für die Artenvielfalt

 

„Die Instandsetzung der Furt am Etzwiesenbach ist eine ganz wichtige Ergänzung unserer derzeit laufenden Maßnahmen in Hasselroth, bei denen das Feuchtgebiet Herrenbruch zu einem Kiebitzrefugium weiterentwickelt wird. Um das Grünland langfristig offen zu halten, wird es bereits einige Jahre durch Rinder unterschiedlicher Rassen sehr extensiv beweidet.

 

Bereits im Mai hatte HessenMobil im Rahmen seiner Ausgleichsverpflich-tungen dankenswerter Weise grünes Licht für die Finanzierung gegeben.“, erläutert die Vorsitzende der GNA, Susanne Hufmann die Hintergründe.

 

Die Arbeiten an der Furt waren nötig geworden, nachdem etliche Hoch-wässer die vor Jahren verbauten Wasserbausteine verdrifteten und große Lücken entstanden waren. Eine gefahrlose Durchquerung des Baches war für das Weidevieh nicht mehr möglich. „Tatsächlich weigerten sich die meisten Tiere, die Furt, die keine mehr war, zwecks Beweidung der anderen Seite zu queren. Nur zwei Tiere waren noch dazu bereit. Das sind allerdings zu wenige, um etwa neun Hektar Grünland offen zu halten.“, so Hufmann.

 

Schon seit einigen Jahren werden im Herrenbruch sowohl Flächen der Gemeinde Hasselroth als auch Flächen von HessenMobil beweidet. Als tierische Landschaftspfleger dienen - nur wenige Monate im Jahr
und in niedriger Besatzdichte - die Rinderrassen Angus und Charolais.

 

Die Beweidung gewährleistet nicht nur ein Offenhalten der Auenlandschaft, sondern ist auch Voraussetzung dafür, dass bestimmte Arten wie die auf Wiesen brütenden Kiebitze sich wieder ansiedeln können. „Im Rahmen unserer langjährigen Tätigkeit im Feuchtgebiet Herrenbruch haben wir inzwischen drei Furten anlegen können. Diese Übergänge sorgen dafür, dass wir die Beweidung weiter ausdehnen, indem die Herde von Fläche zu Fläche wechselt.“

 

Der Hasselrother Bürgermeister Matthias Pfeifer unterstützt das Projekt von Beginn an und sagt: “Als Gemeinde sind uns die verschiedenen Projekte und die dadurch entstehende Artenvielfalt im Hasselrother Feuchtgebiet Herrenbruch sehr wichtig und wir sind sehr stolz, dass wir damit gemeinsam mit unserem verlässlichen Partner GNA einen wichtigen Baustein für die weitere Entwicklung des Feuchtgebiets Herrenbruch leisten. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang aber auch, dass dies im Einklang mit unserer heimischen Landwirtschaft geschieht.“

 

Zur Unterstützung ihrer Projektarbeiten in Hasselroth bittet die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung um Spenden auf das GNA Konto bei der Raiffeisenbank Rodenbach mit der IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00. Die gemeinnützige Naturschutzorganisation ist berechtigt, Spenden-bescheinigungen für das Finanzamt auszustellen

12. Oktober 2023

 

Handyrecycling schont Rohstoffe

 

Als gemeinnützige Organisation setzt sich die GNA für die Artenvielfalt in den Kinzigauen ein, realisiert Natur- und Artenschutzprojekte und kümmert sich um die Wiederherstellung von Feuchtgebieten und Mooren. Susanne Hufmann, Vorsitzende der GNA: „Ebenso wichtig ist uns der Umweltschutz. Dabei engagieren uns selbst tatkräftig wie etwa mit der Handysammlung.“

 

Dazu hat die GNA Sammelstationen in Rodenbach, Langenselbold und Bad Orb eingerichtet und konnte bisher 2.874 Altgeräte dem Recycling zuführen. In Flensburg werden alle Geräte erfasst und sortiert. Durch einen DEKRA-auditierten Rücknahme- und Datenlöschprozess wird ein fachge-rechter Umgang mit den gespendeten Geräten garantiert. Die Daten-löschung erfolgt auf höchstem Niveau. Wenn möglich, gehen 10 bis 15 % der Geräte in die Wiederaufbereitung oder Reparatur und können danach weiter genutzt werden.

 

Etwa 85 % der Geräte sind nicht mehr zu retten. Wenn noch nicht ge-schehen, wird der Akku entfernt, die Geräte werden zerkleinert und die Daten somit endgültig zerstört. Das zerkleinerte Material wird zur Weiter-verarbeitung in einem spezialisierten Werk zwecks Rückgewinnung von Kupfer, Gold, Silber, Platin und Palladium bereitgestellt.

 

„Das sind wertvolle Rohstoffe, die sonst im Müll gelandet wären.“ sagt Hufmann. „Durch unser Engagement konnten bis jetzt fast 26 kg Kupfer, 430 g Silber und 72 g Gold zurückgewonnen werden. Viele Handys wurden aber auch repariert und weiter genutzt. Mehr Informationen zum Umweltproblem Handy sind auf unserer Internetseite www.gna-aue.de/projekte/handysammlung/ nachzulesen.“

25. August 2023

 

Weiterentwicklung des Feuchtgebietes Herren-bruch zu einem Kiebitzrefugium der besonderen Art

 

„Die Genehmigungen sind eingeholt, die Ausschreibung ist abgeschlossen, die Baustelle eingemessen und auch das Bauschild hat schon seinen Platz gefunden.“ berichtet Susanne Hufmann, Projektleiterin (GNA) schmun-zelnd. Die Biologin spricht von einer der größten und umfangreichsten Umgestaltungsmaßnahmen seit Jahren, die in der Kinzigaue - in enger und bewährter Kooperation mit der Gemeinde Hasselroth und ihrem Bürgermeister Matthias Pfeifer -  nun realisiert werden wird.

 

„Allein die Fläche von insgesamt 14 Hektar, die dem Wiesenvogelschutz und der in Zeiten von Dürre und Trockenheit stark beeinträchtigten Amphibien-fauna zukünftig zur Verfügung steht, rechtfertigt diese Superlative. Dazu wird auf einer bisher sehr intensiv genutzten und drei Hektar großen Mähwiese in den nächsten Monaten ein ganz neues Kiebitzrefugium entstehen. Es schließt nahtlos an das bereits erfolgreich auf Hasselrother Gemeindeboden seit 2004 „step by step“ und zuletzt 2022 revitalisierte Feuchtgebiet Herrenbruch an und ergänzt dieses sinnvoll und folgerichtig.“

 

Nicht nur die Fläche und das Bauvolumen sind nennenswert. Auch die Vorbereitungs- und Planungszeit war überdurchschnittlich lang und aufwendig. „Dies ist aber bei so einem Vorhaben nicht anders zu erwarten.“ berichtet Hufmann. Denn viele Mitwirkende, darunter kommunale Vertreter wie Bürgermeister und Bauamtsleiter, Landwirte und Landnutzer, Jagd-pächter, Umweltbeiräte sowie weitere Entscheidungsgremien müssen informiert und „an Bord geholt werden“. Manchmal sei Überzeugungsarbeit zu leisten und natürlich müssen und sollen alle Beteiligte einverstanden sein, um letztlich zuzustimmen. Dies ist auch eine grundlegende Bedingung des Fördermittelgebers, in diesem Fall des Landes Hessen. Mitfinanziert wird das Projekt zu 60 % durch die Bundesrepublik Deutschland. Dies geschieht im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Als Bewilligungsstelle für diese investiven Naturschutzmaßnahmen in der Agrarlandschaft fungiert das Regierungspräsidium Darmstadt.

 

Ist dies geschafft, ist für das Planungsteam der GNA der Zeitpunkt im Verfahren erreicht, an dem die behördlichen Genehmigungen eingeholt werden müssen. Dazu muss gemäß der Hessischen Bauordnung ein Bauantrag gestellt werden, im Zuge dessen auch weitere Behörden des Main-Kinzig-Kreises wie die Untere Naturschutzbehörde und die Untere Wasserbehörde das Vorhaben prüfen, mit Nebenbestimmungen versehen und – wenn alles gut geht – bewilligen.

 

Die Entwicklung des Feuchtgebietes in Niedermittlau hat nicht nur eine ökologische Aufwertung des gesamten Areals, sondern im speziellen die Förderung der Wasserralle, von Kiebitz, Bekassine, Laubfrosch, Erd-kröte, Grasfrosch, Gelbbauchunke und anderen stark gefährdeten Auen-arten zum Ziel. Dazu ist zunächst einmal die Entfernung von Grabenge-hölzen notwendig. Denn der sehr tiefe Graben, der für Kiebitzküken und andere Jungvögel zur Todesfalle werden kann, soll auf einer Länge von immerhin 380 Metern in ein Feuchtbiotop mit flachen Ufern umgewandelt werden. Auch die Grabenmündung in den inzwischen bachähnlichen Etzwiesengraben wird umgestaltet und vergrößert, ebenso die Fläche des bereits vorhandenen Schilfbiotops. Das Wassermanagement geschieht in Zukunft mit Hilfe eines Wehres, das während lang anhaltender Dürre-perioden das Wasser in der Aue zurückhält, bei Hochwasser aber über-strömt wird und damit einen Abfluss gewährleistet. Die wichtigsten Maß-nahmen sind aber die im Grünland: Gemeint ist die Anlage eines durch einen Ringraben geschützten Kiebitzrefugiums, Rohbodenarealen auf der „Insel“ und eine Furt.

 

Denn die GNA wäre nicht die GNA, wenn nicht auch schon im Vorfeld an die zukünftige Nutzung und Pflege des Gebietes gedacht worden wäre. Geplant ist, dass die bereits im Herrenbruch erfolgreich durchgeführte extensive Beweidung durch Rinder der Rassen Charolais und Angus auf das umgebende Grünland ausgeweitet wird. Das wird ermöglicht durch eine Furt, die zur weiteren landwirtschaftlichen Bewirtschaftung – sei es als Weide oder auch als Mähwiese - bereits frühzeitig in die Planungen inte-griert wurde. „Mehr und ausführlichere Informationen zum Projektverlauf finden Interessierte ab sofort auf unserer Homepage unter der Rubrik „Bericht von der Baustelle“, schließt Hufmann ihren Bericht ab.

 

Zur Unterstützung ihrer Auenschutzprojekte für Kiebitz und Co. bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Die gemeinnützige Naturschutzorganisation ist berechtigt, Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt auszustellen. 

14. August 2023 | Ökologische Bildungsstätte Rodenbach

 

Umweltpädagogische Fortbildungen im September

 

„Wir freuen uns, zum Abschluss unserer diesjährigen Sommersaison noch einmal in drei Veranstaltungen die Biodiversität unserer heimischen Natur in den Fokus rücken und die Wichtigkeit von Schutz- und Erhaltungsmaß-nahmen vorstellen zu können. Ich bin mir sicher, dass für jeden und für jede etwas dabei ist.“, sagt die Vorsitzende Susanne Hufmann.

 

Lebensraum Feldflur. Schwerpunkt der etwa zweistündigen Exkursion am 9. September sind die heimischen Wildfrüchte und Wildkräuter im Herbst. Unter Leitung der Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres (GNA) erfahren die Teilnehmer:innen viel Interessantes über die ökologische Bedeutung von Feldhecken, über den Nutzen von Blühstreifen am Weges-rand und das richtige Sammeln von Wildfrüchten und Kräutern. Die Teil-nehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Es wird um frühzeitige und verbindliche Anmel-dung bei Frau Dr. Pickert-Andres per E-Mail: anmeldung.gna@web.de gebeten. Sollte man am Exkursionstag verhindert sein, bittet die GNA um rechtzeitige Abmeldung, so dass Nachrücker der Warteliste eine Chance zur Teilnahme erhalten. Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz am Sportplatz des Fußballclubs Eintracht Oberrodenbach (Einfahrt Hanauer Str. 44 an der L 3268). Eine Teilnahmegebühr von 4 Euro pro Person wird vor Ort entrichtet (für Kinder, Jugendliche und Mitglieder kostenlos).

 

Lebensraum Wald. „Naturerfahrungsspiele im Wald“ sind das Thema bei dieser beruflichen Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und Erzieher:innen in Kindergärten und Kindertagesstätten. Das Outdoor-Seminar steht unter dem Motto „Die Natur mit allen Sinnen erleben“ und gibt Pädagog:innen, aber auch anderen interessierten Fachkräften die Gelegenheit, ihre Kenntnisse zum Lebensraum Wald aufzufrischen, ganz neue Erfahrungen zu sammeln und diese für die Gestaltung von Waldtagen oder im Unterricht zu verwenden. Kurs 1 findet am 6. September in der Zeit von 9 bis 14 Uhr statt; Kurs 2 am 11. September, ebenfalls von 9 bis 14 Uhr. Veranstaltungsort ist ein Waldstück in Niederrodenbach. Mehr Infos zum Programmablauf und weitere wichtige Hinweise zum Kurs finden sich unter www.gna-aue.de. Die Kursgebühr beträgt 45 Euro pro Person. Anmeldungen bei der Dozentin Anke Bissert-Bendel (GNA) sind ab sofort möglich: 06184 – 59 14 111 oder waldrucksack(at)online.de an. Bitte nennen Sie den gewünschten Kurstag.

 

Lebensraum Wasser. Der Kurs „Gewässerkunde – leicht gemacht“ ist eine Einstiegsveranstaltung für interessierte Laien. Die GNA ermöglicht damit – unter fachkundiger Leitung des Biologen und Limnologen Thomas Andres (GNA) - einen Blick unter die Gewässeroberfläche von Bach, Fluss und See. Am 30. September gibt es die Möglichkeit, sein Wissen in einem ganztägigen Kurs zu erweitern oder aufzufrischen. Mehr Infos zum Pro-grammablauf und weitere wichtige Hinweise zum Kurs finden sich unter www.gna-aue.de. Die Kursgebühr beträgt 50 Euro pro Person. Anmel-dungen sind ab sofort möglich: 06184 – 99 33 797 oder gna.aue@web.de

 

Zur Unterstützung der Ökologischen Bildungsstätte Rodenbach bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Die gemein-nützige Naturschutzorganisation ist berechtigt, Spendenbescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt auszustellen. 

7. August 2023 | Kleiner Spaziergang durch die Feldflur

 

Wildfrüchte und Wildkräuter im Herbst

 

Schwerpunkt der Naturexkursion sind die heimischen Wildfrüchte und Wildkräuter im Herbst. Unter bewährter Leitung der GNA-Botanikerin

Dr. Monika Pickert-Andres erfahren die Teilnehmer:innen außerdem viel Wissenswertes über die ökologische Bedeutung von Feldhecken, über den Nutzen von Blühstreifen und das richtige Sammeln von Wildfrüchten und Kräutern.

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Die GNA bittet um frühzeitige und verbindliche Anmeldungen bei Frau Dr. Pickert-Andres per E-Mail: anmeldung.gna@web.de. Sollte man am Exkur-sionstag verhindert sein, bittet die Leitung um rechtzeitige Abmel-dung, so dass Nachrücker der Warteliste eine Chance zur Teilnahme erhalten.

 

Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz am Sportplatz des Fußballclubs Eintracht Oberrodenbach (Einfahrt Hanauer Str. 44 an der L 3268). Es wird eine Teilnahmegebühr von 4 Euro pro Person erhoben. Kinder, Jugendliche und Mitglieder nehmen kostenlos an der Veranstaltung teil. Die Einnahmen sind ausschließlich bestimmt für Natur- und Artenschutzprojekte. Eine Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.

 

Zur Unterstützung des Umweltbildungsprogramms bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Als gemeinnützige Naturschutzorganisation ist die GNA berechtigt, Spendenbescheinigungen für das Finanzamt auszustellen. 

1. August 2023 | Ökologische Bildungsstätte Rodenbach

 

Gewässerkunde – leicht gemacht

 

„Am Samstag, den 30. September startet der Biologe und gelernte Gewäs-serkundler Thomas Andrés mit einer kurzen Einführung in die Welt des Wassers.“ berichtet Vorsitzende Susanne Hufmann, die das Veranstaltungs-programm der GNA jährlich neu gestaltet. „Aber keine Angst: Alles wird sehr gut erklärt und verständlich dargestellt.“

 

Neben physikalisch-chemischen Parametern stehen vor allem die verschie-denen Gewässertypen und ihre Besonderheiten auf dem Programm. Ob Bach, Fluss oder See: Als Lebensräume sind sie sehr verschieden und erfordern daher von ihren tierischen und pflanzlichen Bewohnern unter-schiedliche Anpassungsstrategien. Im Praxisteil wird die Handhabung von Binokular, Mikroskop und Bestimmungsliteratur geübt. Bestimmungs-übungen helfen den Teilnehmer:innen bei der Ansprache der Gewässer-organismen und einer vereinfachten Zuordnung in systematische Gruppen. Außerdem geht man der Frage nach, welche Organismen Aussagen über die Gewässergüte zulassen. Abschließend besucht der Kurs einen Bach oder See in der Umgebung, um das Erlernte gleich einmal auszuprobieren.

 

Mit den neuen Kursangeboten möchte die GNA verstärkt auf Binnenge-wässer, ihre Ökologie, mögliche Gefährdungen und Schutzmöglichkeiten aufmerksam machen. Ort der Veranstaltung ist die Ökologische Bildungs-stätte Rodenbach (Mühlstraße 11, 63517 Rodenbach).

 

Start ist um 9:30 Uhr. Das Ende der Veranstaltung ist für 16 Uhr vorgese-hen. Der Kostenbeitrag liegt bei 50 Euro, wobei Teilnahmebescheinigung und Getränke im Preis enthalten sind.

 

Die GNA rät: „Bitte denken Sie an wetterangepasste Kleidung, Sonnen- oder Regenschutz, festes Schuhwerk und Gummistiefel. Bitte bringen Sie Ihre Verpflegung mit. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr.“ Da die Teil-nehmerzahl auf 8 Personen begrenzt ist, bittet die GNA um frühzeitige und verbindliche Anmeldung per Telefon 06184 – 99 33 797 oder per E-Mail an gna.aue@web.de. Wer im Frühjahr 2024 (März/April) an einem zweitägigen Gewässerkurs teilnehmen möchte, kann sich heute schon auf eine Warte-liste setzen lassen. Es wird rechtzeitig eingeladen.

 

Wer die Ökologische Bildungsstätte unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB) tun. Spenden an die gemeinnützige GNA können gegenüber dem Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. 

25. Juli 2023 | Umwelt- und Ressourcenschutz

 

Abgabe von Althandys in den Sommerferien

 

Handy-Annahmestellen der GNA gibt es in den Rathäusern und Bürger-büros von Rodenbach, Langenselbold und Bad Orb. Die Abgabe erfolgt zu den ortsüblichen Öffnungszeiten. Am Alten Pfarrgehöft in Niederrodenbach (Mühlstraße 11) können Altgeräte außerdem jederzeit in den Postkasten geworfen werden.

 

Ehrenamtliche der GNA tauschen die Sammelboxen regelmäßig aus, bereiten die Altgeräte für den Transport vor und schicken die Handypakete auf den Weg. In Flensburg werden alle Geräte erfasst und sortiert. Die Datenlöschung ist DEKRA-auditiert und erfolgt auf höchstem Niveau. Trotzdem rät die GNA, vor Abgabe alle persönlichen Daten und Fotos zu löschen und SIM- und Speicherkarten zu entfernen. Ebenso sollte zur Entlastung des GNA-Teams - wenn möglich - der Akku entfernt werden, da die Handys nur ohne versendet werden dürfen. „Gerne können Sie die Akkus mit in die Handysammlung geben. Wir stellen eine ordnungsgemäße Entsorgung sicher.“, erklärt GNA-Vorsitzende Susanne Hufmann.

 

10 bis 15 % der Geräte gehen nach einer Prüfung in die Wiederaufberei-tung oder Reparatur und können danach weiter genutzt werden. Etwa 85 % der Geräte sind nicht mehr zu retten. Die Geräte werden zerkleinert. Das zerkleinerte Material wird zur Weiterverarbeitung in einem spezialisierten Werk zwecks Rückgewinnung von Kupfer, Gold, Silber, Platin und Palladium bereitgestellt. „Das sind wertvolle Rohstoffe, die sonst im Müll gelandet wären.“ sagt Hufmann. Mehr Informationen zum Umweltproblem Handy finden Interessierte unter www.gna-aue.de/projekte/handysammlung/.

 

Wer das Umweltengagement der GNA finanziell unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB) tun. Spenden an die gemeinnützige GNA können gegenüber dem Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. 

30. Juni 2023 | Neues Gewinnerprojekt im Main-Kinzig-Kreis

 

Mit der Wasserforscherkiste auf Tour

 

„Natürlich berichteten wir sofort unseren Mitgliedern darüber, die sich –

wie wir – sehr über die Möglichkeit freuen, dass das mobile Umwelt-bildungsprogramm, das nun schon seit 2012 durch den Main-Kinzig-Kreis tourt, neuen Aufwind erhält.“, berichtet Günter Könitzer, stellvertretender Vorsitzender der GNA. Denn die inzwischen „in die Jahre gekommene“ Ausstattung, darunter Kescher, Fangnetze und Siebe, Becherlupen, Pipetten, Thermometer und Aquarien, muss dringend erneuert und

ergänzt werden. Vorhandene Binokulare sollen gewartet, Mikroskope und kindgerechte Bestimmungshilfen sollen angeschafft werden.

 

Die Wasserforscherkiste besucht mit einem zweistündigen Programm zum Lebensraum Wasser und seinen tierischen Bewohnern Kindergärten, Tagesstätten und Grundschulen im Main-Kinzig-Kreis und angrenzenden Landkreisen. Auch bei Ferienspielen und auf Kindergeburtstagen kommt sie zum Einsatz. Gemeinsam werden Bachflohkrebse gesammelt, verschiedene Köcherfliegenarten bestimmt und Libellenlarven bei der Jagd beobachtet, um sie danach wieder in ihren Lebensraum zu entlassen. Das Motto dabei: „Was ich kenne, kann ich schätzen und was ich schätze, will ich schützen“. Am Ende der Veranstaltung erhält jedes Kind ein Wasserforscherdiplom.

 

Das Projekt „Mit der Wasserforscherkiste auf Tour“ ist bereits das fünfte Projekt der GNA, das durch die Umweltlotterie GENAU einen Zusatzge-winn in Höhe von 5.000 Euro erzielte. Umwelt- und Naturschutzprojekte, die wöchentlich diesen Zusatzgewinn erhalten können, werden ausschließ-lich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von GENAU ausgewählt: www.genau-lotto.de.

 

Aktuell stehen zwei GNA-Projekte zur Wahl und haben so eine Chance auf eine Förderung: „Mit dem Waldrucksack unterwegs“ und „Naturschutz-praktikum zur Nachwuchsförderung“. Hier sollen Studierende im Praktikum für ihre bei der GNA geleistete Arbeit eine Aufwandsentschädigung erhal-ten. Wenn erforderlich, sollen auch die Erstattung von Fahrtkosten und Zuschüsse zur Anschaffung wetterfester Arbeitskleidung möglich sein. Mehr Informationen unter: www.gna-aue.de/projekte/umweltlotterie-projekte/

21. Juni 2023 | Berufliche Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

 

Naturerfahrungsspiele im Wald

 

Das Outdoor-Seminar steht unter dem Motto „Die Natur mit allen Sinnen erleben“ und gibt Erzieher:innen, Grundschullehrer:innen und Tagespflege-personen, aber auch anderen Interessierten die Gelegenheit, ihre Kennt-nisse zum Lebensraum Wald aufzufrischen und neue Erfahrungen zu sammeln. Damit sollen die Teilnehmer:innen in die Lage versetzt werden, eigenständig Ideen für Waldtage oder Waldausflüge mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren zu entwickeln. Inhalt ist das Kennenlernen von verschie-denen Methoden in Theorie und Praxis. Außerdem: Naturerfahrungsspiele, ungewöhnliche Betrachtungsmöglichkeiten, Entdeckungen mit möglichst vielen Sinnen und das Staunen über die Natur sind weitere wichtige Inhalte der Fortbildung.

 

Kurs 1 findet am 6. September 2023 in der Zeit von 9 bis 14 Uhr statt; Kurs 2 am 11. September 2023, ebenfalls von 9 bis 14 Uhr. Veranstaltungsort ist ein Waldstück in Niederrodenbach.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Waldstadion in 63517 Niederrodenbach.

 

Die Teilnahme kostet 45 € pro Person und beinhaltet Handouts und weiterführende Materialien, die online verschickt werden. Die Teilnahmebe-stätigungen werden vor Ort ausgegeben.

 

Das Waldseminar ist Teil einer Angebotspalette im Bereich Umweltbildung, die die GNA seit letztem Jahr konsequent erweitert. Sämtliche Fort-bildungen sind an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ausgerichtet. Dafür konnte die GNA versierte Dozent:innen wie die Umweltpädagogin Anke Bissert-Bendel gewinnen, die als Grundschul-lehrerin jahrelange Erfahrung mitbringt und auch das Waldseminar leitet.

 

Interessierte melden sich bitte direkt bei Frau Bissert-Bendel unter der Telefonnr. 06184 – 59 14 111 oder per Mail waldrucksack(at)online.de an. Bitte nennen Sie bei der Anmeldung den gewünschten Kurstag.

Das Outdoor-Seminar findet bei (fast) jedem Wetter statt. Die Teilneh-mer:innen sollten folgendes mitbringen: Sitzkissen, bei Bedarf ein Klapp-stuhl, wetterfeste Kleidung und geeignetes Schuhwerk, Getränke und Verpflegung.

19. Juni 2023 | Naturschutz in genutzten Landschaften

 

Neues Faltblatt zur Herbstzeitlosen

 

Die Herbstzeitlose hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem großen Problem für die Landwirtschaft und den Naturschutz entwickelt.

Der Grund: Die Pflanze ist in allen Bestandteilen giftig und breitet sich gerade auf extensiv genutztem Grünland immer weiter aus. „Würde man diesem Trend nichts entgegensetzen, würde irgendwann die Bewirt-schaftung durch die Landwirte ausfallen. Die Wiesen an der Kinzig wären für immer verändert. Wir würden unersetzliche Lebensräume, Biotope und viele Tier- und Pflanzenarten der Auen verlieren.“ berichtet Projektmanager Dr. Helmut Steiner.

 

Die beste Möglichkeit, Wiesen als wertvolle Lebensräume zu erhalten, liegt auf der Hand: Sie besteht in einer extensiven Grünlandbewirtschaf-tung, die lediglich eine ein- bis zweimalige Mahd im Jahr erlaubt. Der Einsatz von Gift oder Mineraldünger kommt bei der Bekämpfung der Herbstzeitlosen daher auch nicht in Frage. Um die Artenvielfalt und die Insektenwelt zu schonen, setzt die GNA deshalb vor allem auf die Kooperation mit einem jungen Start-up, das Roboter zur automatisierten mechanischen Unkrautbekämpfung entwickelt. Wie die GNA sich in den kommenden Jahren mit ihren Bündnispartnern dem Problem stellen will, ist dem neuen Faltblatt zu entnehmen, das auf Anfrage kostenlos erhältlich ist (06184 – 99 33 797 oder gna.aue@web.de).

 

Viel Wissenswertes zur Biologie und die Projektergebnisse bis 2021 finden sich in einem ausführlichen Leitfaden, der zusätzlich praktikable Hand-lungsempfehlungen für Landwirte enthält. Die 34seitige Broschüre ist eben-falls kostenlos bei der GNA erhältlich.

7. Juni 2023 | Barrierefreie Exkursion in Rodenbacher Storchenland

 

Die Reise der Störche

 

Wenn die Weißstörche oder Ciconia ciconia nach ihrer langen Reise im Frühjahr in die Brutgebiete an der Kinzig zurückkehren, ist die Nistplatz-suche heutzutage kein Problem mehr. Neben vielen Bruten auf den von Menschen errichteten Storchenmasten finden immer mehr Baumbruten auf abgebrochenen Pappeln und anderen Gehölzen statt.

 

„Adebar baut endlich wieder eigene Nester.“ freut sich GNA-Biologin Susanne Hufmann. „Dieser Brutort ist eigentlich der ursprüngliche.“ In der Vergangenheit sah man in Deutschland selbst gebaute Nester nur noch selten bis gar nicht. Stattdessen wählten die Zugvögel Niststandorte auf Strohdächern, Dachreitern, Hochspannungsmasten und eben auf Masten.

 

Ende April zählten die Naturschützer der GNA in der Rodenbacher Kinzigaue zum ersten Mal 16 Storchennester – ein Rekord. „Das Röhrig von Roden-bach ist eben ein ganz besonderes Feuchtgebiet. Seinen Ursprung ver-dankt es der Kinzig. Schon 1959 wurde es wegen seiner großen Bedeutung für die heimische Vogelwelt als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.“ berichtet Hufmann. Seit 1976 ist es offiziell Naturschutzgebiet, in dem mehr als 130 Vogelarten vorkommen sollen. Kiebitze, Bekassinen und Zwergschnepfen machten hier Rast. Graureiher schreiten heute noch beutesuchend über die feuchten Wiesen. Auch Teich- und Schilfrohrsänger sind manchmal zu hören. Seit einigen Sommern machen Graugänse Quartier an den Tümpeln und in den Wiesen. Und natürlich hat auch der Weißstorch das Röhrig längst als Lebensraum wiederentdeckt.

 

Umso wichtiger erscheint es da, dem großen Wiesenvogel einen intakten Lebensraum anzubieten, in dem er genug Nahrung für sich und seinen Nachwuchs findet. Deshalb setzt sich die GNA seit vielen Jahren im gesamten Kinzigtal für den Erhalt der Auen und Feuchtwiesen ein.

Der Schutz der Brutgebiete, die Optimierung von Nahrungsbiotopen und die Neuanlage von Tümpeln stehen im Vordergrund der vielfältigen Projekte der gemeinnützigen Naturschutzorganisation.

 

Am Mittwoch, den 21. Juni startet um 18 Uhr die fachkundige Exkursion, während der über Lebensweise, Biologie und das außerge-wöhnliche Zugverhalten des Weißstorches berichtet wird.

 

Treffpunkt ist der Parkplatz beim Landhof Schmidt in Niederrodenbach (Kinzigstraße 11, 63517 Rodenbach). Bitte Ferngläser mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung ist barrierefrei und dauert etwa 1,5 Stunden. Die Teilnahmegebühr von 4 € kommt dem Artenschutzprojekt Weißstorch zugute. Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen ist kostenlos.

 

Faltblatt zum Weißstorch veröffentlicht. Die Geschichte des Weiß-storches in Hessen ist eine Erfolgsgeschichte. Das nahm die GNA zum Anlass, über den vielseitigen Jäger und Langstreckenflieger zu informieren. Das Faltblatt ist kostenlos erhältlich unter der Telefonnr. 06184 - 99 33 797 oder kann per E-Mail gna.aue@web.de angefragt werden. Wer die Mög-lichkeit zur Auslage nutzen möchte, erhält eine größere Anzahl von Falt-blättern.

 

Storchenpaten gesucht. Die GNA sucht Menschen, die als Storchenpaten mit einem monatlichen Beitrag das Artenschutzprojekt Weißstorch - nachhaltig und langfristig - unterstützen möchten. Patenschaftsbeiträge gelten als Spende und können daher gegenüber dem Finanzamt als Son-derausgaben geltend gemacht werden. Eine Patenschaft kann jederzeit und ohne Angabe von Gründen beendet werden. Das GNA Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Rodenbach lautet IBAN DE75 5066 3699 0001 0708 00, Stichwort Weißstorch. Zur Ausstellung einer Spendenquittung bitte den vollständigen Name und Anschrift angeben. 

23. Mai 2023 | Artenvielfalt schützen und erhalten

 

Blühstreifen für Wildbienen und andere Insekten

 

Etwa 75 Prozent der unserer Nahrungspflanzen sind von der Bestäubung durch Bienen abhängig. In Deutschland sind das beispielsweise Raps, Obst und Beeren. Häufig wird vergessen, dass neben der allseits bekannten und geschätzten Honigbiene viele weitere Bienenarten existieren. Gemeint sind die stark gefährdeten Wildbienen.

 

Susanne Hufmann, Mitglied im Stiftungsvorstand: „Von ehemals 424 hessischen Wildbienen sind 43 Prozent bereits ausgestorben oder in ihrem Bestand bedroht. Immer mehr Arten finden sich auf der Roten Liste. Es fehlen Lebensräume, blühende Wiesen, naturnahe Gärten und Balkone, Nisthöhlen und Möglichkeiten zum Überwintern. Das Massensterben der Wildbiene ist im vollen Gange.“

 

Bienen gehören zur Insektenordnung der Hautflügler, die durch zwei häutige Flügelpaare charakterisiert ist. Im Gegensatz zur Honigbiene,
die in Staaten lebt, bevorzugen Wildbienen meistens eine solitäre Lebensweise; das heißt, sie sind Einzelgänger. Nur Hummeln und einige andere leben in sozialen Verbänden. Während Honigbienen als „Haustier“ des Menschen ausschließlich in der Obhut eines Imkers überleben und daher weltweit noch sehr häufig vorkommen, ist der Großteil ihrer wild lebenden Verwandten extrem stark gefährdet.

 

Als besonders wildbienenfeindlich bezeichnet die Biologin die unaufhalt-same Zerstörung der Kulturlandschaft, den nicht enden wollenden „Flächenfraß“ durch immer mehr Straßen- und Siedlungsbau, eine zu intensive Land- und Forstwirtschaft, Pestizid- und Düngemitteleinsatz, den übertriebenen Wegebau in der freien Landschaft, das zu frühe, zu häufige und oft völlig unnötige Mulchen und Mähen von Blüh- und Brache-streifen - auch an Bächen, übermäßig aufgeräumte Ziergärten, befestigte Schotter- und Kiesgärten, zu viel Versiegelung und Bebauung in der Stadt sowie den Rückbau pflanzenreicher Gärten. Und auch die sich im Dauer-betrieb befindenden Rasenroboter in Privatgärten tragen zu einer Verarmung der Biodiversität bei.

 

Die Kooperation zwischen der GNA-Stiftung Mensch und Natur, dem Kreisbauernverband des Main-Kinzig-Kreises und der Landwirtin Anke Eyrich (Erlensee), die in jedem Frühjahr neue Blühflächen anlegt, besteht nun schon vier Jahre. Diesmal liegt der 450 m² große Blühstreifen an einem Ackerrand im Naturschutzgebiet Weideswiesen – Oberwald.

 

Das Saatgut entspricht den Empfehlungen des Bauernverbandes. Unter den bis zu 15 Pflanzenarten befinden sich überwiegend Kulturarten wie Dill, Fenchel, Koriander, Inkarnatklee, Schwarzkümmel u.v.m. Zusätzlich erwartet werden seltene Ackerwildkräuter. In den letzten Jahren dominier-ten Ackermelde, Schwarzer Nachtschatten, Zurückgebogener Amarant, Echte Kamille, Knöterich, Mohn, Kornblume, Kanadischer Katzenschweif sowie verschiedene geruchlose Kamillen und einige Kleearten.

 

Die Blühstreifen werden auf Äckern angelegt, um die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft zu fördern. Da die Flächen in den kommenden Jahren wieder als Anbaugebiet genutzt werden, muss die Auswahl der Pflanzen mit Bedacht getroffen werden.

 

Im Sommer blühen Ringelblume und Sonnen-blume, aber auch das „Büschelschön“ (Rainfarn-Phazelie). Diese zugege-benermaßen nicht heimische Pflanze ist einjährig, blüht von Juni bis Oktober und stellt eine bedeutende Nektar- und Pollenquelle dar. Aufge-sucht wird sie von Hummeln, Honig- und Wildbienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen.

 

In den kälteren Monaten ist die Blühfläche für daheim gebliebene Vögel eine wichtige Nahrungsquelle. Die vertrockneten Stängel von Sonnen-blume, Distel und verschiedenen Doldenblütlern stehen den gesamten Winter auf der Fläche und bieten Insekten und ihren Larven Möglichkeiten zur Überwinterung. Außerdem sind Blühstreifen Rückzugsorte für Nager und Niederwild.

 

Um die Blühfläche im nächsten Jahr vergrößern zu können und weitere Blühstreifen anzulegen, bittet die GNA-Stiftung Mensch und Natur um Spenden auf das Stiftungskonto mit der

IBAN: DE06 5066 3699 0001 0734 00 (BIC: GENODEF1RDB)

bei der Raiffeisenbank Rodenbach.

 

Sowohl Spenden als auch Zustiftungen sind steuerlich absetzbar. Die Stiftung ist berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.

Mehr Informationen finden Sie unter:

www.gna-aue.de/gna-stiftung-mensch-und-natur/.

11. Mai 2023

 

Ein spannendes Jubiläumsjahr

 

Am 14. Mai 2003 gründeten engagierte Naturschützer:innen in Rodenbach bei Hanau die gemeinnützige Gesellschaft für Naturschutz und Auenent-wicklung, die sich seitdem in unzähligen Projekten für den Erhalt der Arten-vielfalt einsetzt. Mit der 10 Jahre später - im Jubiläumsjahr 2013 - neu begründeten GNA-Stiftung Mensch und Natur soll die GNA zuverlässig unterstützt und die Umweltbildung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum Wohle von Mensch und Natur langfristig ausgebaut werden. Die Stiftung ist - wie die GNA - in ihrem Wirkungsfeld nicht auf das Bundes-land Hessen beschränkt.

 

Susanne Hufmann, Gründungsmitglied und seit 2015 Vorsitzende der GNA: „Das erste große Projekt der noch jungen GNA widmete sich schon 2004 - mit Renaturierungen an der Kinzig und der Revitalisierung von Auen - dem Natur- und Hochwasserschutz im Main-Kinzig-Kreis. In unsere Anfangszeit fallen so wichtige Projekte wie die Renaturierung der Orb-mündung, der Anschluss eines Kinzig-Altarms in Rodenbach, die Rekul-tivierung einer ehemaligen Kiesgrube in Erlensee und ihre Umwandlung zu einem ökologisch wertvollen See, die naturnahe Umgestaltung des Etz-wiesengrabens in Hasselroth oder die Renaturierung der Lache in Roden-bach. Aufgrund unserer Initiative wurde der letzte Auenwald in Langensel-bold, das Hochholz, wiedervernässt und für immer unter Prozessschutz gestellt. Viele neue Lebensräume für wiesenbrütende Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine und zahllose Biotope für gefährdete Amphibien, darunter die Gelbbauchunke, gehen auf unser Engagement zurück.“

 

Kontinuität und langfristige Kooperationen. Die GNA setzt nicht nur auf enge und einvernehmliche Zusammenarbeit mit Kommunen, Behörden, der Landwirtschaft und anderen Landnutzern, sondern auch auf personelle Kontinuität innerhalb ihres Teams. So arbeiten seit Anbeginn Haupt- und Ehrenamtliche sehr erfolgreich zusammen. Und nur so war es möglich, dass sie von 2009 bis 2010 - nach einer fünfjährigen Planungs- und Vorberei-tungsphase – die Revitalisierung des Langenselbolder Ruhl-sees sowie fünf Maßnahmen an der Kinzig als eines ihrer größten Projekte realisieren konnte.

 

Weitere richtungsweisende Projekte im Biotop- und Artenschutz folgten, darunter „Brutwände für den Eisvogel“ und „Vorfahrt für den Fischotter“. Der Aufbau eines funktionierenden Biotopverbundes zum Erhalt des stark gefährdeten europäischen Laubfrosches stellt eine unvergleich-liche Erfolgsgeschichte im Artenschutz dar.

 

Die Arbeit der GNA kann sich sehen lassen. „Die GNA ist im Vergleich zu anderen Naturschutzverbänden im Main-Kinzig-Kreis immer noch jung, aber unsere Projekte können sich sehen lassen – und man kann sie sehen.“ berichtet der stellvertretende Vorsitzende Günter Könitzer stolz.

 

„Neue Förderinstrumente seitens des Bundes und des Landes machten es vor einigen Jahren möglich, mehr Fördergelder in den Main-Kinzig-Kreis zu bringen, um hier nachhaltig zu wirken und die Biodiversität zu bewahren. Darin sehen wir eine unserer Hauptaufgaben.“ Hinzu käme, dass Zukunfts-fragen wie der Klimawandel und der Flächenfraß in der freien Landschaft in den letzten Jahren immer mehr die Ausrichtung der Tätigkeit beeinflusst.

 

So kümmert sich die GNA verstärkt um die Wiederherstellung von Feucht-gebieten in Langenselbold und Hasselroth, den Schutz und Erhalt von Quellen im Brachttaler „Fußloch“ und die Entwicklung von Moorflächen wie beispielsweise im Bad Orber Eschenkar. In Zeiten des Klimawandels gewinnen ein intelligentes Wassermanagement im landwirtschaftlich genutzten Grünland und der naturverträgliche Hochwasserschutz immer mehr an Bedeutung.

 

Aktuell steht die Weiterentwicklung des Feuchtgebietes Herrenbruch in der Niedermittlauer Kinzigaue bevor. Die Zustimmungen von Gemeinde und Landnutzern sind eingeholt, der Förderantrag an das Regierungspräsidium Darmstadt ist gestellt, weitere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

 

Heute beschäftigt die GNA in ihrer Geschäftsstelle mehrere Mitarbei-ter:innen. In ihrem Fokus steht auch die Verdrängung der giftigen Herbstzeitlose von den wertvollen Auewiesen an der Kinzig, damit diese weiterhin landwirtschaftlich genutzt und als Lebensraum erhalten werden können. Die GNA favorisiert dabei innovative, naturverträgliche Methoden.

 

In den letzten Jahren erhielt die GNA zahlreiche Auszeichnungen, erweiterte den Umweltbildungssektor um die Erwachsenenbildung und baut nun im Alten Pfarrgehöft von Niederrodenbach eine Ökologische Bildungsstätte auf. Zweitägige Kursangebote wie „Gewässerkunde – leicht gemacht“ oder berufliche Fortbildungen für pädagogisches Personal wie „Natur- und Waldtage gestalten mit Kindern“ werden nachgefragt und sind schnell ausgebucht.

 

Wer das vielfältige Engagement der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung unterstützen möchte, spende bitte auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Spender:innen fördern Natur-, Arten- und Umweltschutz im gesamten Main-Kinzig-Kreis. Spenden an die gemeinnützige GNA können gegenüber dem Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. 

28. April 2023 | Jetzt mitsammeln!

 

Gebrauchte Handys schonen unsere Ressourcen: 

 

Als gemeinnützige Naturschutzorganisation setzt sich die GNA für die Artenvielfalt in den Kinzigauen ein, realisiert Natur- und Artenschutzpro-jekte, kümmert sich um die Wiederherstellung von Feuchtgebieten und die Entwicklung von Mooren. In Zeiten des Klimawandels gewinnen ein intelligentes Wassermanagement und der naturverträgliche Hochwasser-schutz in der Aue immer mehr an Bedeutung.

 

Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA: „Ebenso wichtig sind uns aber auch der Umweltschutz und nachhaltiges Handeln. Dabei setzten wir nicht nur auf die Bildungsangebote für Kinder, Jugend-liche und Erwachsene, sondern engagieren uns selbst tatkräftig wie etwa in der Handysammlung.“

 

Dazu hat die GNA in den letzten Jahren Sammelstationen in Rodenbach, Langenselbold und Bad Orb eingerichtet und konnte bisher 2.673 Altgeräte dem Recycling zuführen. „Erst heute haben wir mit unserem Schülerprakti-kanten wieder mehr als 60 Altgeräte für den Transport vorbereitet und auf den Weg geschickt.“, berichtet Hufmann.

 

Was danach passiert, sieht so aus: In Flensburg werden alle Geräte erfasst und sortiert. Durch einen besonderen und in Deutschland einzig-artigen DEKRA-auditierten Rücknahme- und Datenlöschprozess wird ein fachgerechter Umgang mit den gespendeten Geräten garantiert. Die Daten-löschung erfolgt somit auf höchstem Niveau. Wenn möglich, gehen 10 bis 15 % der Geräte in die Wiederaufbereitung oder Reparatur und können danach weiter genutzt werden. Etwa 85 % der Geräte sind nicht mehr zu retten. Wenn noch nicht geschehen, wird der Akku entfernt, die Geräte werden zerkleinert und die Daten somit endgültig zerstört. Das zerkleinerte Material wird zur Weiterverarbeitung in einem spezialisierten Werk in Lünen zwecks Rückgewinnung von Kupfer, Gold, Silber, Platin und Palladium bereitgestellt.

 

„Das sind wertvolle Rohstoffe, die sonst im Müll gelandet wären.“ sagt Hufmann. „Durch unser Engagement konnten bis jetzt 24 kg Kupfer, 400 g Silber und 66 g Gold zurückgewonnen werden. Viele Handys wurden aber auch repariert und weiter genutzt. Mehr Informationen zum Umwelt-problem Handy finden Interessierte auf unserer Internetseite

ww.gna-aue.de/projekte/handysammlung/.“

 

Wer das vielfältige Engagement der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung e.V. unterstützen möchte, kann direkt spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Spender:innen fördern so Natur-, Arten- und Umweltschutzprojekte im gesamten Main-Kinzig-Kreis.
Spenden an die gemeinnützige GNA können gegenüber dem Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden. 

Mit Lehrtafeln informiert die GNA vor Ort über die Besonderheiten des Eschenkars (c) GNA

 

25. April 2023 | Exkursion ins Bad Orber Feucht- und Moorgebiet

 

Biodiversität im Eschenkar entdecken

 

Moorige Flächen, naturnahe Waldtümpel, Quellen, Fieberklee, Torfmoos und Sonnentau – das Feuchtgebiet Eschenkar hat sich in den letzten Jahren zu einem Kleinod im hessischen Spessart entwickelt. In enger Zusammen-arbeit mit der Kurstadt Bad Orb renaturierten die Naturschützer der GNA vor Jahren den seltenen Moorstandort. Seitdem führt die Stadt immer wieder Pflegemaßnahmen durch, bei denen unter anderem störende Gehölze entfernt werden.

 

Ein Ziel der gemeinsamen Maßnahmen, wie etwa die Anlage mehrerer Feuchtbiotope und die Rückverlegung des Lämmerbaches, war die Erhö-hung der Artenvielfalt. Die Stillgewässer dienen seltenen und bedrohten Amphibien als Laichplatz. Auch Amphibienarten, für die zurzeit nach der Roten Liste Hessen eine Vorwarnung besteht, wie für den Grasfrosch oder den Kammmolch, profitieren von dem Projekt. Der Feuersalamander fühlt sich in seinem neuen Lebensraum ebenfalls wohl. Weitere Zielarten sind Libellen, darunter die Blauflügelige Prachtlibelle und die Querge-streifte Quelljungfer. Waldschnepfe und Schwarzstorch, der heute schon Nahrungsgast ist, werden außerdem gefördert. Mit etwas Glück kann man eine der größten heimischen Spinnen, die „Gerandete Jagdspinne“ (Spinne des Jahres 2020) entdecken oder auch der gefährdeten Schling-natter begegnen.

 

Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA: „Intakte Moore sind ein wichtiger Baustein im Klimaschutz. Als CO2-Speicher tragen sie dazu bei, die Klimaschutzziele zu erreichen. Außerdem bieten Moore einen einzigartigen Lebensraum für Pflanzen und Tiere und sind bedeutsam für den Wasserhaushalt. Auch bei anhaltender Trockenheit halten sie das Wasser in der Landschaft. Für den Torfabbau oder an andere Zwecke trockengelegte Moore setzen dagegen große Mengen Treibhausgase frei und tragen so maßgeblich zum Klimawandel bei. Es gibt nicht mehr viele Moorstandorte in Hessen, die nicht aufgrund menschlicher Einflussnahme degradiert wären und ihre Funktionen für die Biodiversität und den Klima-schutz verloren haben. Ich denke da beispielsweise an das Wiesbüttmoor an der hessisch-bayerischen Grenze im Naturpark Spessart, das inzwischen in weiten Teilen austrocknet und vom Pfeifengras überwuchert wird.“

 

Veranstaltungshinweis Am Samstag, den 13. Mai können sich Interes-sierte während der dreistündigen Exkursion selbst einen Eindruck vom Eschenkar verschaffen. Treffpunkt ist um 9:30 Uhr der Parkplatz Hart-mannsheiligen. Wetterangepasste Kleidung und geeignetes Schuhwerk werden empfohlen. Die Teilnahmegebühr beträgt 4 Euro pro Person. Die Teilnahme von Kinder und Jugendlichen, Mitgliedern, Fördermitgliedern und GNA-Paten ist kostenlos. Die Einnahmen fließen in Natur- und Artenschutz-projekte der GNA.

 

Wer die Arbeit der GNA und ihre Projekte unterstützen möchte, kann direkt spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Sie fördern damit Natur- und Artenschutzprojekte im gesamten Main-Kinzig-Kreis. Ihre Spende an kann steuerlich abgesetzt werden. 

Viele Besucher:innen während einer Führung am Ruhlsee (c) GNA

28. März 2023 | Spendenaufruf

 

Wiederherstellung des Ruhlsee-Lehrpfades 

 

„Unser Ziel ist es nach wie vor, über die Entstehung des Ruhlsees und die Renaturierungsmaßnahmen, die von uns 2009 bis 2010 durchgeführt wurden, zu informieren.“, berichtet die GNA-Biologin Susanne Hufmann, seit 2015 auch Vorsitzende der GNA. „Während der Kinzigsee ganz der Freizeitnutzung und dem Wassersport gewidmet ist, sollen am Nordufer des Ruhlsees vor allem Naturschutz und Erholung im Einklang stehen.“

 

Das Südufer ist seit Ende der Revitalisierungsmaßnahmen behördlicher-seits ganzjährig für Besucher*innen gesperrt. Ein Betreten des sensiblen Gebietes ist aus Artenschutzgründen nicht gestattet, denn hier rasten seltene Vogelarten nicht nur während der Zugzeit, brüten Gänse und lebt der Biber.

 

Lediglich die Landwirtschaft hat einen Zugang, um die Flächen an der Kinzig naturverträglich zu bewirtschaften und langfristig ein Aufkommen von Gehölzen zu verhindern. Während man in den Anfangsjahren regel-mäßig eine Schafherde bei der extensiven Pflege beobachten konnte, sind es jetzt Langenselbolder Landwirte, die die wertvollen Wiesen des Natur-schutzgebietes mähen.

 

Die Stadt Langenselbold und die GNA planen zurzeit gemeinsam die Wiederherstellung des in die Jahre gekommenen Seelehrpfades. Außerdem sollen weitere Informationstafeln ausführlicher die Hintergründe der Natu-rschutzmaßnahmen beleuchten, Radfahrer- und Besucher*innen auf die bestehende Wegeführung, die Betretungsverbote der Wiesen und die Anleinpflicht von Hunden hinweisen.

 

„Durch mehr Hinweise und nachvollziehbare Erklärungen soll die Akzeptanz gesteigert werden. Wir hoffen sehr, dass in Zukunft dann auch mehr Rück-sicht auf die Belange seltener und bedrohter Arten in der freien Landschaft genommen wird.“, erklärt Hufmann. „Das Projekt zur Besucherlenkung und Akzeptanzschaffung in Sachen Natur kostet etwa 5.000 Euro. Für die Umsetzung benötigen wir viel Unterstützung und noch mehr Spenden. Jeder Euro zählt!

 

Zur Realisierung ihres Vorhabens bittet die GNA um Spenden und gibt dazu folgende Bankverbindung an: Raiffeisenbank Rodenbach, Konto mit der IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00, Stichwort: Ruhlsee. Die Spen-den an die gemeinnützige Organisation können steuerlich abgesetzt werden. 

 

Damit Erholungssuchende unbeschwert die Natur am Ruhl- und am Kinzig-see genießen können, veröffentlichte die GNA in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenselbold ein Faltblatt, das kostenlos angefordert werden kann (gna.aue@web.de). Darin finden sich auch wichtige Hinweise für Spazier-gänger*innen mit Hund.

8. März 2023 | Kleine Kräuterwanderung durch die Bulau von Hanau

 

Kulinarischer Wildkräuterspaziergang

 

Unter fachkundiger Leitung der GNA-Botanikerin Dr. Monika Pickert-Andres lernen die Teilnehmer*innen Bärlauch, Scharbockskraut und andere gesunde Frühlingskräuter an ihren natürlichen Standorten kennen.

Die besondere Ökologie eines Auenwaldes kommt während des gemüt-lichen Spaziergangs durch eines der letzten Auenwaldgebiete Hessens ebenso zur Sprache wie die biologischen Besonderheiten der Frühjahrs-blüher (Geophyten) und das richtige Sammeln von Wildkräutern.

 

Weitere Aspekte, wie etwa die Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen oder das Thema Fuchsbandwurm, werden gesondert beleuchtet. Dazu gibt die Exkursionsleiterin und zertifizierte Blühbotschafterin für die Insekten-welt hilfreiche Tipps. Außerdem stellt sie Regeln vor, die beim Sammeln zu beachten sind sowie der eigenen Sicherheit und dem Naturschutz dienen.

 

Die Veranstaltung startet am Samstag, den 15. April um 14 Uhr und endet gegen 16:30 Uhr. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Neuhofstraße (B 8) in Hanau. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die GNA bittet daher um rechtzeitige und verbindliche Anmeldungen, ausschließlich per E-Mail an: anmeldung.gna@web.de. Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmer*innen weitere Infos.

 

Die Teilnahmegebühr beträgt 4 € pro Person und kann vor Ort entrichtet werden. Für GNA-Mitglieder, Jugendliche und Kinder ist die Veranstaltung kostenlos. Die Einnahmen kommen zu 100 % den Natur- und Artenschutz-projekten der GNA in den Auen an der Kinzig zu gute. „In Zeiten von Klima- und Artenkrise ist die Arbeit der GNA wichtiger denn je.“, sagt Susanne Hufmann, Vorsitzende der GNA. Zur Unterstützung von Projekten bittet die gemeinnützige Organisation um Spenden auf das Konto mit der IBAN

DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach, die gegenüber dem Finanzamt steuerlich geltend gemacht werden können. 

Die Kinzigaue von Langenselbold aus der Luft betrachtet (c) GNA

 

2. März 2023 | Veranstaltungshinweis

 

Den Ruhlsee entdecken

 

Die beliebte Führung steht unter dem Motto „Ein Vogelparadies in der Entwicklung“. Denn mitten im Main-Kinzig-Kreis finden sich Jahr für Jahr zahllose Wat- und Wasservögel zum Rasten und Überwintern ein. Das nicht ohne Grund, denn vor 13 Jahren wurden der Ruhlsee und ein Abschnitt der Kinzig naturnah umgestaltet. Heute ist die Kinzigaue von Langenselbold nicht nur Naturschutzgebiet, sondern auch ein von der EU unter Schutz gestelltes „FFH-Gebiet“.

 

Die von der GNA initiierte, geplante und von 2009 bis 2010 umgesetzte Renaturierung ist ein Erfolgsmodell. So ist der Naturschutzsee mit einer drei Hektar großen Flachwasserzone nicht nur Rastplatz für viele Zugvögel, sondern auch als Brutgebiet von Bedeutung. Das Grünland beherbergt viele seltene und bedrohte Pflanzenarten. Die extensiv bewirtschafteten Wiesen rund um den See gehören schon seit langem wieder zum Nahrungsrevier des Weißstorches sowie der Grau- und Silberreiher. Der starke Besucher-druck und freilaufende Hunde machen allerdings wiesenbrütenden Vogel-arten wie Kiebitz und Bekassine nach wie vor das Leben schwer und ein Brüten nahezu unmöglich.

 

Am Ruhlsee findet man auch einen der letzten feuchten Eichen-Hain-buchen-Wälder, den die Landesstraße in das „Bockgehörn“ und den „Stellweg“ unterteilt. Im Bockgehörn gibt es eine weitere Naturschutz-strategie: Gemeint ist der Prozessschutz, wonach die natürlichen Prozesse im Ökosystem Wald - vom Wachsen über das Werden und Vergehen - ungestört ablaufen sollen. Eingriffe sind zu unterlassen. Dies bedeutet, dass keine Bäume gefällt und kein Totholz entnommen werden darf.

 

Naturschutz und Erholung in Einklang bringen

Während der Kinzigsee ganz der Freizeitnutzung und dem Wassersport gewidmet ist, sollen am Nordufer des Ruhlsees vor allem Naturschutz und Erholung im Einklang stehen. Das Südufer ist ganzjährig für Besucher-*innen behördlicherseits gesperrt. Ein Betreten des sensiblen Gebietes ist aus Naturschutzgründen nicht gestattet.

 

Neben Joggern und Radfahrern sind es vor allem Spaziergänger, die die weithin offene Landschaft schätzen und die Ruhe genießen. Damit Erholungssuchende informiert und unbeschwert die Natur genießen können, veröffentlichte die GNA in Zusammenarbeit mit der Stadt Langenselbold ein Faltblatt, das kostenlos angefordert werden kann (gna.aue@web.de). Darin finden sich wichtige Hinweise für Besucher*innen mit Hund.

 

Treffpunkt ist um 14 Uhr der Parkplatz bei der Baumschule Müller. Wettergerechte Kleidung und festes Schuhwerk werden empfohlen. Bitte Fernglas und/oder Spektiv mitbringen, wenn vorhanden. Die Führung dauert etwa 1,5 Stunden. Die GNA bittet um einen Kostenbeitrag von
4 Euro pro Person, die Teilnahme von Mitgliedern, Kindern und Jugend-lichen ist kostenlos. Die Einnahmen kommen zu 100 % den Auenschutz-projekten der GNA zu gute. Weitere Termine finden sich im Veranstaltungs-kalender 2023, der ebenfalls kostenlos angefordert werden kann. (Telefon 06184 – 9933797 oder gna.aue@web.de).

 

„In Zeiten von Klima- und Artenkrise ist die Arbeit der GNA wichtiger denn je.“, sagt Susanne Hufmann, Vorsitzende der GNA. Zur Unterstützung ihrer Projekte bittet die gemeinnützige Organisation daher um Spenden auf das Konto mit der IBAN DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Spenden an die GNA können steuerlich abgesetzt werden.

Foto: pixabay.com

 

28. Februar 2023 | GNA plant neues Wiesenvogelrefugium

 

Kiebitzbestand in Gefahr

 

So auch der Kiebitz. „Seine bevorzugten Lebensräume sind das Flos in Langenselbold und das Hasselrother Feuchtgebiet Herrenbruch. Auf den weiten, offenen und baumarmen Wiesen und Überschwemmungsflächen finden wiesenbrütende Vogelarten nach unseren Renaturierungsmaß-nahmen der letzten Jahre endlich wieder genug Nahrung und die besten Voraussetzungen, ihre Jungen großzuziehen. Einzige Bedingung: Keine Störungen, weder vom Mensch noch vom Hund.“ sagt Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA.

 

Während im Februar die Auen an der Kinzig durchziehenden Vogel-schwärmen als Rastplatz dienen, herrscht hier von März bis Ende Juni Brutsaison. Bekassine, Kiebitz und andere Wiesenbrüter legen ihre Nester auf Wiesen und Ackerflächen an. Sitzen sie auf ihren Gelegen, sind die Vögel besonders sensibel. Werden sie gestört, fliegen sie auf und verlassen den Brutplatz. Bei zu langer Abwesenheit kühlen die Eier aus. Wiederholte Störungen veranlassen die Vögel, ihre Nester ganz zu verlassen. Die Brut ist verloren.

 

Typisch Kiebitz. Vanellus vanellus ist etwa taubengroß, hat eine Flügelspannweite bis 75 cm und trägt eine lange Federholle auf dem Kopf. Der schwarz-weiß gefärbte Vogel kann 25 Jahre alt werden. Sein charakteristischer Ruf „Kie - wit, kie – wit!" ist auf dem Durchzug oft zu hören, aber viel seltener in der Brutzeit. Nur wenige überwintern bei uns. Im besten Fall treffen sie im zeitigen Frühjahr in den Brutgebieten an der Kinzig ein, um im Spätherbst aufzubrechen und weiterzuziehen.

 

Zur Brutzeit führen die Männchen spektakuläre Balzflüge aus und mar-kieren ihr Territorium. Steile Aufstiege werden mit Sturzflügen und wildem Torkeln kombiniert. Das Nest liegt auf dem blanken Boden. In einer Mulde findet man maximal vier Eier, die 26 bis 29 Tage bebrütet werden, wobei sich Männchen und Weibchen abwechseln. Die Küken sind Nestflüchter, die sich sofort nach dem Schlupf auf die Nahrungssuche machen. Auf ihrem Speisezettel stehen kleine Bodentiere, Insekten und deren Larven, Regen-würmer, Samen und Früchte der Wiesenpflanzen. Etwa fünf Wochen werden sie von ihren Eltern beaufsichtigt; dann sind sie flügge.

 

Kiebitz und Bekassine haben es nicht leicht. Die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, sei es im Überwinterungsgebiet, im Sommerquartier oder auf der Rast, schreitet voran. Zwar sind sie als Zugvögel „immer auf Achse“; zum Überleben, zur Aufzucht ihrer Jungen und zur Nahrungs-aufnahme sind sie auf Lebensräume am Boden und in und am Wasser angewiesen. Hier stehen sie in direkter Konkurrenz zum Menschen.

 

Mit dem Hund unterwegs. Der Mensch ist ein gern gesehener Gast in den Kinzigauen, wenn er sich an einige wichtige Regeln hält. Dazu gehört, dass bestehende Wege auf gar keinen Fall verlassen werden dürfen. Die Wiesen sind grundsätzlich tabu. Denn das Feuchtgrünland ist nicht nur wertvoller Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, sondern wird in erster Linie landwirtschaftlich genutzt. Wenn man mit dem Hund unterwegs ist, sollte man Verantwortung übernehmen, den Hund anleinen und den Kot aufsammeln. Denn auf den Wiesen wächst das, was letztlich auf unseren Tellern landet. Landwirte produzieren im Grünland Futter für ihre Rinder, Schafe, Pferde und Ziegen. Die Verunreinigung mit Hundekot stellt eine große Gesundheitsgefahr dar. Vor allem bei Rindern kann es zu Fehl- und Totgeburten kommen. Hufmann rät deshalb: „Bitte leinen Sie Ihren Hund an, denn Wildtiere benötigen Ruhe! Bleiben Sie auf den Wegen und gehen Sie nicht über die Wiesen! Stören Sie auf keinen Fall Rast und Brut der Wildvögel! Dann sind auch Sie herzlich willkommen im Kiebitzland an der Kinzig.“

 

20 Jahre Artenschutz an der Kinzig. Die GNA bemüht sich seit langem um den Erhalt von Feucht- und Auenwiesen, eine extensive Grünlandbewirtschaftung und um den Schutz von Brutplätzen und Rastflächen. „Mehr Artenvielfalt“ ist ein wichtiges Ziel der Artenschützer. Dazu optimieren sie Nahrungsbiotope und Flutmulden und legen Tümpel und Wasserflächen in der Aue an. Gehölzriegel werden entfernt, Gräben aufgeweitet und in Feuchtgebiete verwandelt.

 

Der Erfolg kann sich sehen lassen. Nach Abschluss der Maßnahmen brüten seit einigen Jahren endlich wieder Kiebitzpaare im Herrenbruch. Weitere umfangreiche Maßnahmen zum Arterhalt sind zurzeit in der Vorbereitung. Zur Unterstützung ihres Kiebitzrefugiums in Hasselroth bittet die GNA um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach. Die Spenden an die gemeinnützige Organisation können steuerlich abgesetzt werden. 

 

26. Januar 2023 | Deutsche Postcode Lotterie fördert:

 

Eine Zukunft für Insekten & Co.

 

In diesem Jahr fördert die Deutsche Postcode Lotterie eine für den Main-Kinzig-Kreis bisher einzigartige Initiative mit einer anteiligen Summe in Höhe von 55.784 Euro. Mit dem Geld schafft die GNA ein insekten- und amphibienfreundliches Frontschmetterlingsmähwerk sowie einen Schleifautomat für Doppelmesser an und stellt diese der Landwirtschaft zur naturverträglichen Bearbeitung ihrer wertvollen Mähwiesen zur Verfügung.

 

Dank dieser Förderung möchte die GNA – in enger Kooperation mit dem Langenselbolder Landwirt Klaus Fuchs und dem Technikzentrum Odenwald – langfristig den Einsatz von verlustreichen Rotationsmähwerken zurückdrängen. Das neue Doppelmessermähwerk mit einer Arbeitsbreite von neun Metern schont in hohem Maße Wiesenvögel, Amphibien, Reptilien, Insekten und Niederwild. Durch Bauweise und ein geringeres Gewicht wird weniger Kraftstoff verbraucht. Bodenverdichtung und Narbenschäden werden vermieden.

 

GNA Vorsitzende Susanne Hufmann ist glücklich, dass die TeilnehmerInnen der Deutschen Postcode Lotterie in Hessen mit dem Kauf ihrer Lose das Projekt unterstützen: „Unser Ziel ist die größtmögliche Reduzierung des Verletzungs- und Tötungsrisikos von Insekten, Vögeln, Amphibien, Feld-hasen und Rehkitzen durch die landwirtschaftliche Wiesenbearbeitung. Bis heute kommen im Main-Kinzig-Kreis fast ausschließlich Rotationsmähwerke wie Kreiselmäher zum Einsatz, die schon aufgrund ihrer großen Sogwirkung eine verheerende Wirkung auf die Fauna entfalten. Für den Erhalt der Artenvielfalt im Grünland ist die Wiesenmahd aber unumgänglich, wobei nicht nur Zeitpunkt und Häufigkeit von großer Bedeutung sind, sondern auch der Maschineneinsatz, dessen Funktionsweise einen entscheidenden Einfluss auf die Überlebensrate der Wiesenfauna hat.“

 

Katja Diemer, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie:
Wir freuen uns, dass wir dank unserer zahlreichen TeilnehmerInnen dieses wichtige Projekt unterstützen können. Zusammen mit der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung und weiteren fast 2.000 Organisationen, die wir seit dem Start unserer Lotterie bereits unterstützt haben, zeigen wir: Gemeinsam setzen wir uns für Mensch und Natur und eine bessere Welt ein – das ist unser #PostcodeEffekt. Und dieses Projekt trägt dazu bei. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“

 

Über die Deutsche Postcode Lotterie

Die erste Ziehung der Düsseldorfer Soziallotterie, die sich gleichermaßen für Mensch und Natur einsetzt, fand im Oktober 2016 statt. Das Konzept ist einzigartig: Nachbarn gewinnen gemeinsam und helfen gemeinsam. Man nimmt mit seinem Postcode teil, der sich aus der Postleitzahl des Teil-nehmers sowie einem Straßencode zusammensetzt. Beim Monatsgewinn werden insgesamt 1.400.000 Euro ausgeschüttet – alle Lose mit dem gezogenen Postcode teilen sich 700.000 Euro und alle übrigen Lose mit der dazugehörigen Postleitzahl ebenfalls. So gewinnen ganze Nachbarschaften zusammen und tun zugleich Gutes.

 

30 Prozent von jedem Losbeitrag gehen an gute Zwecke in der Nähe der TeilnehmerInnen. Weil sie dabei sind, macht die Deutsche Postcode Lotterie einen wirklichen Unterschied: Sie unterstützt deutschlandweit bereits über 3.500 Projekte mit mehr als 115 Millionen Euro. Ein Beirat unter Vorsitz von Prof. Dr. Rita Süssmuth entscheidet über die Auswahl der Projekte.

Weitere Infos zur Deutschen Postcode Lotterie: www.postcode-lotterie.de.