Pflege Feuchtbiotope in der Elbertsaue

 

Feuchtgebiete gehören zu den vielseitigsten und zugleich gefährdetsten Ökosystemen der Erde. Sie sind nicht nur als Lebensräume für seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten schützenswert, sondern stellen auch lebenswichtige Ökosystemleistungen bereit.

 

Im intakten Zustand sind sie Grundwasserfilter und Trinkwasserreser-voir, schützen vor Hochwasser und leisten als langfristige Kohlenstoffsen-ken einen hohen Beitrag zum Klimaschutz. 

 

Feuchtbiotop 1: Zum Teil bereits wieder freigestellt. (c) GNA

 

Ausgangssituation

 

Die beiden Gewässerbiotope in der Kinzigaue von Gelnhausen waren - bis zur Durchführung dieser Maßnahme - stark beeinträchtigt. Dichte Weiden-bestände entlang der Uferbereiche entzogen große Mengen Wasser und beschleunigten dadurch die Austrocknung. Gleichzeitig führten Nährstoff-anreicherung, Schlammbildung und fortschreitende Verlandung zu einer stetigen Verschlechterung.

 

Das Feuchtbiotop 1 umfasst etwa 1.400 m², das Feuchtbiotop 2 rund 1.500 m². Durch die zunehmende Austrocknung und Verlandung gingen wertvolle offene Wasser- und Feuchtlebensräume verloren. Damit nahm auch die Bedeutung der Biotope als Lebensraum für typische Tier- und Pflanzenarten der Kinzigaue zunehmend ab.

 

Feuchtbiotop 1 vor der Pflegemaßnahme

 

Feuchtbiotop 2 vor der Pflegemaßnahme

 

Unsere Ziele für die Elbertsaue

 

Ziel der umfangreichen Pflegemaßnahmen ist die ökologische Auf-wertung der mittleren Kinzigaue durch die Optimierung auentypischer Lebensraumstrukturen und die Entwicklung von Feuchtbiotopen und Kleingewässern.

 

Ein weiteres Ziel ist es, die Bestände wiesenbrütender Vogelarten
wie Kiebitz (Vanellus vanellus) und Bekassine (Gallinago gallinago), die
in Hessen bzw. Deutschland stark gefährdet sind, langfristig zu sichern. Durch wirkungsvolle Lebensraumoptimierungen sollen geeignete Brut- und Nahrungshabitate geschaffen und erhalten werden.

 

Maßnahmen im Detail

  • Ein erster Schritt ist die Rodung der umstehenden Weiden und anderer Gehölze.
  • Danach wird - soweit nötig - das Wurzelwerk in den Uferbereichen beider Feuchtbiotope entfernt, um ein Austreiben langfristig zu verhindern.
  • Die Ufer werden anschließend abgeflacht.
  • Die endgültige Größe und Form wird während der Bauphase dem Geländeprofil vor Ort angepasst.

 

Die renaturierten Feuchtbiotope übernehmen zukünftig wichtige ökolo-gische Funktionen, beispielsweise als Lebensraum für Amphibien wie den Laubfrosch (Hyla arborea), wassergebundene Insekten (Libellen) und andere auentypische Tierarten. 

 

Für lebendige Auen

 

Dieses Projekt wird freundlicherweise unterstützt durch die

Carl-Albrecht v. Treuenfels Stiftung für Feuchtgebiete.

 

Auch Sie können dazu beitragen, wertvolle Lebensräume zu erhalten und zu entwickeln. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende:

 

Raiffeisenbank Rodenbach
IBAN: DE75 5066 3699 0001 0708 00

 

Ihre Spende kommt unmittelbar der Elbertsaue zugute und ist steuerlich absetzbar. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!